E10 günstig und gut? – Nicht jedes Auto darf damit betankt werden

Viktor Mildenberger / Pixelio.de

Viktor Mildenberger
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E10 ist die Bezeichnung für eine Benzinart, die seit Januar 2011 neu auf dem Markt ist. Der höhere Bioethanolanteil von ca. 10% ist für Namensgebung von Bedeutung gewesen. Neue Fahrzeuge, die seit dem Jahr 2011 gebaut wurden, haben eine relativ gute E10-Verträglichkeit, dennoch dürfen nicht alle Autos mit dieser Benzinsorte betankt werden. Auch der Mehrverbrauch sorgt für Scheue unter den Autofahrern, ihre Autos mit E10 zu betanken.

 

Welche Automarken dürfen nicht mit E10 betankt werden?

Der VW-Konzern erteilt für die Fahrzeuge AUDI, VW, Seat und Skoda, welche mit einer Standheizung ausgestattet sind keine Genehmigung für die Betankung mit E10. Außerdem wird E10 von älteren Fahrzeugen nicht, oder nicht gut vertragen. Allgemein sollten Autos, die älter als 20 Jahre sind, nicht mit E10 betankt werden.

 

Ist der Mehrverbrauch wirklich so erheblich?

Bioethanol hat einen Energiewert, der etwa 32% geringer ist, als der von Benzin. Für den Mehrverbrauch ist allerdings die Tatsache verantwortlich, dass Motoren und Abgasregelungen nicht für den neuen Kraftstoff E10 optimiert wurden. Der Mehrverbrauch liegt in einem akzeptablen Bereich zwischen 1,5 und 3%. Bei 3% Mehrverbrauch ist angeraten, herkömmliches Benzin zu tanken, um die Kosten nicht unnötig zu erhöhen. Einige Fahrzeuge weisen im Betrieb mit E10 sogar einen geringeren Verbrauch auf, als mit herkömmlichen Benzinsorten. Der Mehrverbrauch von 1,5% macht sich im Portemonnaie nicht bemerkbar, wenn der Preis für E10 min. 3 Cent billiger ist, als für Superbenzin.

 

Welche Schäden sind möglich

Der im E10 enthaltene Bioalkohol greift Kunststoff und Aluminium an, letzteres vor allem bei hohen Druck und Hitze. Da einige Teile der Kraftstoffversorgungssysteme mit diesen beiden Materialien ausgestattet sind, sind hier Schäden möglich.

E10 günstig und gut? – Nicht jedes Auto darf damit betankt werden
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