Ein Pininfarina für schmale Geldbeutel

Die Cabrioletversion des Peugeot 306 galt lange als Plastikeimer und wurde unterschätzt. Gab es doch Fahrzeuge, die optisch viel mehr hermachen und die Blicke der Passanten im Café auf sich ziehen. Doch so langsam stiehlt sich der kleine Franzose in die Herzen der Sonnenhungrigen.

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Ein Pininfarina für den schmalen Geldbeutel Foto: © Andreas Brüderlin/pixelio.de

 

Tatsächlich verzichten der Peugeot 306 auf jede Protzerei und überflüssiges Brimborium, sondern glänzt durch zurückhaltende Eleganz und klassische Proportionen im Pininfarina-Stil, die beinahe zeitlos ist. Tatsächlich ist der Peugeot 306 das letzte Cabrio des französischen Fahrzeugherstellers aus der Pininfarina-Fabrikation.

Der Innenraum bietet den Luxus und sie Sicherheit der 90er. ABS und Airbags sind serienmäßig vorhanden, die vielfältig verstellbaren Sitze erweisen sich auch bei längeren Fahrten als recht bequem die Bedienung im Armaturenbrett ist funktional. In der höchsten Ausstattungsvariante, dem 306 Cabrio Platinum verwöhnt das Fahrzeug mit beheizbaren Vordersitzen, Seiten-Airbags und elektrischen Fensterhebern. Das Armaturenbrett versprüht einen leicht altmodischen und rustikalen Charme.

Die Stoffhaube des Cabriolets lässt sich mit zwei einfachen Handgriffen und einem Knopfdruck elektrohydraulisch im Kofferraum verstauen. Dieser bietet mit 247 Litern für ein Cabriolet genug Raum, um ein wenig Gepäck mitzunehmen. Auch das Raumangebot im Innenraum ist für einen Viersitzer sehr gut. Das 4,14 Meter lange Cabriolet erweist sich zudem als erstaunlich wendig.

Das Cabriolet ist mit drei Motorisierungen zu haben. Vom 1,6-Liter-Benziner mit 89 PS ist allerdings abzuraten. Der Antrieb erweist sich für ein Fahrzeug mit fast 1.300 Kilogramm Leergewicht als zu schmalbrüstig. Mehr Spaß macht schon der 1,8-Liter-Motor. Allerdings ist eher zu dem 2,0-Liter-Antrieb mit 132 PS zu raten. Dieser bringt das Cabriolet in knapp elf Sekunden von Null auf 100 km/h. Mit diesem Motor stößt das Cabriolet jedoch auch schnell an seine Grenzen.

Laut Hersteller soll das Cabrio zwar maximal fast 200 km/h fahren. Allerdings hört der Spaß bei knapp 160 km/h auf, die Fahrgeräusche werden zu laut und das Fahrzeug beginnt zu schwimmen. Zudem zeigt sich, dass das Cabriolet wohl nur wenig Zeit im Windkanal verbracht hat. Bereits ab knapp 100 km/h wird der Fahrtwind bei offenem Verdeck auf der Rückbank zum Orkan und die Fahrt für die Insassen kaum erträglich. Dafür bekommt man mit dem 306er Cabriolet in der Basisversion ein günstiges Fahrzeug für den Sommer. Bei der Top-Ausstattung wird allerdings derzeit noch ein überaus respektabler Preis verlangt.

Ein Pininfarina für schmale Geldbeutel
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