Elektroautos: Neue Batterie soll Reichweitenproblem lösen

Auf dem Markt der Elektrofahrzeuge sieht es nicht sehr gut aus. Die Fahrzeughersteller haben derzeit noch mit Problemen zu kämpfen, die potentielle Kunden abschrecken. Vor allem die geringe Reichweite der Fahrzeuge ist derzeit noch eine große Herausforderung, die von den Ingenieuren fieberhaft angegangen wird. Nun scheint der Durchbruch gelungen zu sein, wie eine Meldung aus Nippon zeigt.

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Das Reichweitenproblem der Elektroautos könnte mit der Entwicklung des japanischen Unternehmens Sekisui Chemical bald der Vergangenheit angehören

 

Neue Batterie soll 600 Kilometer ermöglichen

Die Reichweite von Elektroautos ist derzeit mehr als mager. Aufgrund zu schwacher Akkus schaffen die Fahrzeuge selten mehr als 100 Kilometer ohne Tankstopp. Und das unter besten, sommerlichen Bedingungen. Im Winter reduziert die schädliche Kälte die Reichweite noch einmal bedeutend. Doch dies soll sich nun ändern. Das japanische Unternehmen Sekisui Chemical will eigenen Angaben zufolge eine Batterie entwickelt haben, die den Elektroautos eine Reichweite von 600 Kilometer ermöglicht.

Crashsicherer, variabel, günstiger

Verantwortlich für diese Leistung soll ein ganz neues Verfahren sein. Die Japaner haben bei der Entwicklung des Akkus auf die herkömmlichen Kohlenstoffe verzichtet, die in Lithium-Ionen-Batterien die Grundlage bilden. Stattdessen wurden gelartige Elektrolyte verwendet. Diese sollen den Produktionsprozess deutlich zügiger durchführen. Darüber hinaus ist der neue Akku unempfindlicher bei Unfällen. Zudem könne der Akku aufgrund seiner variablen Bauform in verschiedenen Fahrzeugmodellen platzsparend eingebaut werden. Darüber hinaus wollen die Japaner mit dem neuen Produkt gleich ein weiteres Problem gelöst haben – die Kostenfrage. Der neue Akku ist um ein Drittel günstiger als andere Batterien auf dem Markt. Dies schlägt sich auch in den Preisen für Elektrofahrzeuge nieder, die kosteninduzierte Hemmschwelle, sich ein E-Fahrzeug zuzulegen, sinkt bei den Autokäufern. Die Massenproduktion soll 2015 beginnen.

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