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Elektroautos: Neue Range Extender für mehr Ausdauer

Eines der Hauptprobleme bei Elektroautos ist die geringe Reichweite und das unzureichende Netz der Zapfsäulen. Das zweite Problem wird derzeit von Unternehmen wie Tesla bearbeitet. Der Fahrzeughersteller baut derzeit ein Netz von Zapfsäulen an der Strecke München – Amsterdam, das momentan von dem Online-Portal Manager Magazin getestet wird. Auch das Reichweitenproblem wurde von den Fahrzeugherstellern und Zulieferern in die Hand genommen. So auch der Zulieferer KSPG, der einen neuen Range Extender entwickelt hat.

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Eine neue Entwicklung des Zulieferers KSPG könnte das Reichweitenproblem der Elektroautos lösen Foto: © Tim Reckmann/pixelio.de

 

Ungewöhnlich kompakt

Das Prinzip der Range Extender, der Reichweitenverlängerer, ist bekannt. So nutzt beispielsweise der Opel Ampera einen zuschaltbaren Verbrennungsmotor, der während des Betriebes Strom produziert. Der Prototyp von KSPG, den das Magazin Spiegel getestet hat, arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip, unterscheidet sich jedoch von den bekannten Range Extendern. Zum einen ist der Motor ungewöhnlich kompakt, sodass er zusätzlich zu den Aggregaten im Kofferraum Platz findet. Dafür muss nur das Reserverad weichen. Doch das ist weniger schlimm, die meisten Fahrzeugmodelle kommen bereits ohne Extrarad daher.

Leistungsstark und sparsam

Zudem ist der 0,8-Liter-V2 enorm laufruhig. Mit 41 PS verfügt der kleine Antrieb für einen Hilfsmotor über ausreichend Leistung. Zudem sorgt das geringe Gewicht des Motors, gerade einmal 60 Kilogramm, dafür, dass im reinen Strombetrieb nicht allzu viel zusätzliche Energie durch die Mehrbelastung verbraucht wird. Wird der Reichweitenverlängerer zugeschaltet, so treibt er neben dem Fahrzeug auch noch zwei Generatoren an, die den entladenen Akku mit Strom versorgen. Und der Range Extender ist Herstellerangaben zufolge recht leistungsstark und dabei sparsam. Demnach soll durch den kleinen Motor die Reichweite des Prototyps von knapp 65 auf 500 Kilometer verlängert werden. Bei einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 1,4 Litern auf 100 Kilometer.

Bislang kein Auftrag

Auch die Kosten für den Motor sind gering. Der Preis soll bei weniger als 2.000 Euro liegen. Leider ist durch die komplexe Bauweise des Reichweitenverlängerers eine Nachrüstung in bestehende Fahrzeuge noch nicht möglich. Folke Heyer, ein Sprecher des Unternehmens teilte mit, dass die Entwicklungschefs einiger Fahrzeughersteller nach einer Testfahrt voller Lob für das System waren. Allerdings wurde bislang noch kein konkreter Auftrag vergeben.

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