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Erneuter Rückruf von Toyota

Derzeit haben fast alle großen Fahrzeughersteller mit Qualitätsmängeln zu kämpfen. Die Zahl der Rückrufe steigt bei vielen Autobauern an. Trauriger Spitzenreiter ist vier Jahren BMW. Wie eine Studie aus den USA ergab, mussten der bayrische Fahrzeughersteller in seinem zweitgrößten Absatzmarkt allein im ersten Halbjahr 2012 weit mehr als halbe Million Fahrzeuge zurückrufen. Dies sind 334 Prozent mehr Rückrufe als Verkäufe. Doch wenn es bei dem japanischen Autobauer Toyota so weitergeht wie derzeit, kann er die Bayern bald vom Negativthron stoßen.

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Toyota ruft den Sienna zurück Foto: © Erich Westendarp/pixelio.de

 

Toyota ruft derzeit 614.000 Fahrzeuge zurück in die Werkstätten. Dies ist schon die vierte Rückrufaktion in nur zehn Tagen. Betroffen sind Toyota Sienna mit den Baujahren 2004 bis 2005 sowie 2007 bis 2009. Grund für die Aktion ist ein Defekt im Automatikgetriebe, der dazu führt, dass sich der Wählhebel selbstständig macht und aus der Parkstellung lösen kann. Die Toyotas geraten so ohne Fahrer ins Rollen.

Bislang führte der Fehler zu 21 Unfällen. Der größte Teil der beanstandeten Fahrzeuge wurde in den USA zurückgerufen. Auf deutschen Straßen rollen knapp 300 der betroffenen Sienna. Unfälle aufgrund des Defekts wurden in der BRD bislang nicht gemeldet. Der Sienna ist sowohl der erfolgreichste PKW des japanischen Fahrzeugherstellers als auch sein größtes Sorgenkind. Bereits vor drei Jahren mussten fast eine Million Sienna nach einem Aufruf der Japaner die Werkstätten aufsuchen. Grund war ein Defekt an der Befestigung des Reserverades.

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