Fiat Bravo: Chicer Golf-Konkurrent

Erst Bravo, dann Stilo und nun wieder Bravo. So liest sich die Modellentwicklung in Fiats Kompaktklasse. Nachdem die erste Bravo-Generation (1995-2001) in den Punkten Verarbeitung und Zuverlässigkeit desaströse Ergebnisse lieferte und dem Ruf des italienischen Herstellers voll entsprach, entschied man sich die Nachfolgegeneration unter dem neuen Namen Stilo antreten zu lassen. Viel besser lief es mit dem neuen Namen auch nicht, sodass Fiat nun wieder einen Bravo gegen die Konkurrenz aus Köln, Rüsselsheim und Wolfsburg antreten lässt.

Obwohl man in der Namensgebung einen Rückgriff wagte, zeigt sich der ab 2007 verkaufte Bravo als optischer Fortschritt. Das Design passt zum italienischen Auto, es wirkt edel und zugleich dynamisch. Das chice Design und die Länge des Wagens verhindern allerdings eine gute Rundumsicht. Der Kofferraum fasst im direkten Vergleich mit 400 Litern etwa 50 Liter mehr als der Golf, die hohe Ladekante macht das Beladen jedoch unnötig kompliziert. Im Innenraum gibt es gute Verarbeitung und genügend Platz auf allen Sitzen.

Technisch hat der Bravo noch einige Teile vom Vorgänger Stilo geerbt. Das Fahrwerk wirkt komfortabel und sicher, wer es etwas sportlicher mag, der sollte auf jeden Fall zum strafferen Fahrwerk in der Ausstattung „Sport“ greifen. Negativ fällt die Lenkung auf, die etwas indirekt ist. Im Brava arbeiten ausschließlich Vierzylinder mit 1,6 bis 2 Litern Hubraum und 90 bis 165 PS. Genau genommen gibt es nur einen 1,4-Liter-Benziner, der in der 90 PS-Version und mit Turbo-Unterstützung auch in der 150 PS-Version arbeitet. Besonders empfehlenswert sind die größeren Diesel-Motoren, die mit guter Durchzugskraft bei akzeptablem Verbrauch überzeugen. Hier muss man allerdings auch einen deutlichen Aufpreis bezahlen.

Testwerte bezüglich der Zuverlässigkeit gibt es bisher noch wenige. In Dauertests stellten sich jedoch zumindest die Selbstzünder als gute Begleiter heraus, die wenige Schwachstellen offenbarten. Gebraucht bekommt man einen vier Jahre alten Bravo bereits ab 6.000 Euro. Für den starken 1,9-Liter-Selbstzünder mit 150 PS muss man mindestens 8.000 Euro investieren.

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