Fiat Croma: Verpatzte Neuauflage

Nach fast zehn Jahren Pause hat Fiat im Jahr 2005 eine Neuauflage des Fiat Croma vorgestellt. Das Fahrzeug wurde in Zusammenarbeit mit General Motors entwickelt und teilt sich so die Plattform mit dem Opel Signum und dem Opel Vectra. Doch nicht nur die technischen Spuren des deutschen Automobilbauers sind in der italienischen Mittelklasse zu erkennen. Für das eigentlich von Lancia geplante Auto arbeitete man mit den Schweden von Saab zusammen, die dem Auto ebenfalls einen kleinen Stempel aufgedrückt haben. So funktioniert die Zündung über ein Zündschloss in der Mittelkonsole, welches bei Saab traditionell dort verbaut wird. Doch insgesamt wurde auch die Neuauflage des Fiat Croma in Deutschland kein Erfolg. Man erreichte die angepeilten Verkaufszahlen nicht und stellte die Produktion im letzten Jahr komplett ein. Auch einen Nachfolger präsentierte man seitens Fiat.

Der Fiat Croma ist ausschließlich als Kombi erhältlich und steht damit in direkter Konkurrenz zum VW Passat. Im Design hat er dabei einiges richtig gemacht. Trotz großer Höhe und ordentlicher Platzverhältnisse wirkt der Fiat nicht sonderlich klobig, sondern dank vieler runder Formen dynamisch. Mit einem Kofferraumvolumen von 500 Litern und einer Länge von 4,76 Metern liegt der Italiener eigentlich deutlich über dem aktuellen Mittelklasse-Niveau. Auch Verarbeitung und Innenraumdämmung sind beim Croma gelungen. Schon drei Jahre später verpasste man dem Kombi ein Facelift und gestaltete besonders die Front sportlicher. So lohnt sich bei Gebrauchtwagen auch auf die deutlich schickeren Modellen nach 2008 zu gucken.

Technisch überzeugt der Fiat Croma mit guten Komforteigenschaften ohne sich unpräzise zu fahren. Auch die Motoren sind bei Fiat zum großen Teil keine Eigenentwicklungen, sondern stammen ebenfalls von Opel. So waren zwei Benziner mit 1,8 und 2,2 Litern und 140 bzw. 147 PS im Angebot. Außerdem gab es während der Bauzeit drei verschiedene Selbstzünder mit 120 bis 200 PS. Als Empfehlung gilt der in den Opel-Modellen bewährte große Benziner, der den Fiat ohne große Aufregung bis Tempo 210 beschleunigt.

Im Vergleich zur deutschen Konkurrenz ist der Fiat nicht außerordentlich zuverlässig, innerhalb des eigenen Konzerns kann man jedoch eine Steigerung verzeichnen. Außerdem sprechen die fünf Sterne im Crashtest für die Sicherheit des Croma. Gebraucht gibt es den geräumigen Italiener bereits ab 7.000 Euro mit dem großen Benziner. Für den Basisdiesel werden ebenfalls 7.000 Euro fällig, der starke 200 PS-Selbstzünder kostet etwa 9.500 Euro.

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