Fiat Punto Cabrio – kein Erdbeerkörbchen aber irgendwie auch kein großer Erfolg…

Der Fiat Punto kam 1995 als viersitziges Cabriolet auf den hart umkämpften Markt, schließlich gab es in der Klasse auch schon den offenen VW Golf 3 und den Astra F als oben ohne Version. Ein Unterschied gab es der jedem auf den ersten Blick aufgefallen ist. Der Fiat Punto kam ohne den festen Bügel aus der dem VW Golf 1 Cabrio damals ja den Spitznamen Erdbeerkörbchen verpasst hatte. Gebaut wurde der Fiat Punto als Cabrio bei Bertone (der ja auch für die offenen Fahrzeuge von Opel verantwortlich ist). Das Verdeck gab es in zwei verschiedenen Versionen, einmal manuell zu öffnen und einmal in einer elektrischen Version. Das Verdeck verfügte über eine Kunststoffscheibe, die aber immerhin austauschbar war. Wie beim VW Golf 1, VW Golf 3 und beim Astra F Cabrio verschwindet das Verdeck nicht unter einer Klappe sondern liegt oben auf der Karosserie auf. Eine Persenning muss also händisch aufgebracht werden, von daher haben viele Kunden auf das elektrische Verdeck bewusst verzichtet.

Als das Fahrzeug 1993 auf der IAA in Frankfurt präsentiert wurde war schon abzusehen, dass es 2 Motoren geben wird. Der 1,2 Liter mit 60 PS und der 1,6 Liter mit 88 PS im ELX! Das Basismodell hieß beim Punto Cabrio S. Im Jahre 1997 ersetzte dann ein 1,2 Liter den 1,6 Liter Motor. Ein Fünf Gang Getriebe gehörte zur serienmäßigen Ausstattung, eine Automatik gab es nicht. Dafür dann aber ab 1995 einen Fahrerairbag. Beim S-Modell musste man die Knöpfe von den Türen noch selber herunterdrücken oder eine Zentralveriegelung (die nur im ELX serienmäßig verbaut war) nachrüsten. Gegen Aufpreis gab es eine Klimaanlage, ab 1997 sogar einen Luftsack für den Beifahrer.

In den 6 Baujahren (1994-2000) wurden ca. 55.000 Fahrzeuge hergestellt, davon kamen ca. 10.000 Stück nach Deutschland. Viele Käufer beklagten sich über die Elektrik, gerissene Zahnriemen und vor allem über die rostenden Auspuffanlage. Ärgerlich vor allem wenn irgendwelche Halter abgerostet sind, müssen die dann doch erstmal wieder „reproduziert“ werden. Die Schaltung gilt als hakelig, dafür überzeugt das Cabrio nun natürlich durch günstige Gebrauchtwagenpreise und biete wirklich schon recht viel Platz. Der Kofferraum schluckt 230 Liter, die Benzinmotoren etwas weniger ;).

Fiat Punto Cabrio – kein Erdbeerkörbchen aber irgendwie auch kein großer Erfolg…
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