Fiat Punto: Viel Auswahl und viele Mängel

Die erste Generation löste 1993 den Fiat Uno ab, auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind allerdings die Generationen zwei (1999-2005) und drei (seit 2005) interessant. Es existiert ein großes Angebot an Fahrzeugen und auch die Preise sind entsprechend niedrig. Probleme muss man allerdings bei dem italienischen Kleinwagen immer einplanen.

Während die ersten beiden Generationen eher zurückhaltend designt sind, kann die 2005 erschienene und Grande Punto getaufte dritte Generation besonders mit sportlichem Design überzeugen. Auch das Platzangebot wurde im Gegensatz zum Vorgänger durch eine Verlängerung des Autos um 20 Zentimeter spürbar verbessert. Auch in puncto Sicherheit schafften die Italiener einen großen Sprung nach vorne. Im Euro NCAP-Test erreichte der Fiat den Höchstwert von fünf Sternen.

Die Ausstattung des Grande Punto ist stark von der entsprechenden Linie abhängig. In Deutschland gibt es allein sieben verschiede Ausstattungsvarianten mit Extras wie z.B. Berganfahrhilfe, Sportfahrwerk oder Kopfairbags. Seit 2009 wird der Punto zusätzlich als Drei- oder Füntüriger Punto Evo angeboten. Das Sondermodell enthält neben einer verbesserten Sicherheitsausstattung (ESP, sieben Airbags) auch effizientere Motoren. Die MultiAir-Motoren reduzieren die Schadstoffemissionen, damit der Fiat die Euro5-Norm erfüllt. Außerdem wurden leichte optische Änderungen vorgenommen und eine Start-Stopp-Automatik ist serienmäßig verbaut.

Passend zu dem breiten Angebot an Ausstattungslinien ist auch die Motorenpalette des Grande Punto entsprechend groß. Fünf Benziner und sieben Diesel zwischen 1,2 und 1,9 Liter Hubraum und 65 und 163 PS standen im Laufe der Zeit zur Verfügung. Empfehlenswert und ausreichend leistungsfähig ist schon die kleine 1,2-Liter-Maschine mit 65 PS. Auch die kleinen Diesel-Motoren mit 1,3 Litern Hubraum und 75 bis 95 PS sind kräftige und sparsame Alternativen. Sportliches Spitzenmodell stellt der Grande Punto Abarth dar, der aus seinem 1,4-Liter-T-Jet-Motor stolze 155 bzw. 180 PS holt.

Das größte Problem des Fiat Punto ist seine Zuverlässigkeit. Zwar ist im Lauf der Jahre und mit Erscheinen der dritten Generation eine Qualitätsverbesserung spürbar, problemlos ist allerdings auch der Grande Punto nicht. Besonders der Ölverlust an Motor und Getriebe führt bei vielen Italienern zu häufigen Werkstattaufenthalten. Rost ist außerdem ein Problem, welches alle Generationen des Fiats betrifft und besonders Abgasanlage und Bodengruppe befällt.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind Punto in allen Farben, Varianten und Preisklassen vorhanden. Basismodelle älterer Baujahre beginnen bereits bei Preisen mit knapp vier Stellen, neue Modelle kosten bis zu 10000 Euro. Ein aktueller Grande Punto mit der kleinsten Diesel-Maschine und Baujahr 2007 ist bereits für 5000 Euro zu haben.

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