Förderung von Biokraftstoffen in der Kritik

Eines der wichtigsten Themen auf dem internationalen Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ betraf die Förderung von Biokraftstoffen. Die Teilnehmer kritisierten die Haltung der EU sowie den Ministerrat, der sich im Dezember traf, um eine Gesetzesänderung hinsichtlich der Kraftstoffe zu besprechen. Zu einer Einigung kamen die Minister jedoch nicht. Dies sei jedoch von Nachteil für die Klimaziele der EU erweisen, so die Kritik. Diese seien ohne die Biokraftstoffe nicht zu erreichen.

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Keine neuen Regelungen, dafür Begrenzung der Anbauflächen

Zudem kritisierten die anwesenden Verbände, dass die EU plane, die Anbauflächen der Pflanzen, die zu Biokraftstoffen verarbeitet werden, begrenzt werden sollen. Der Grund für die Überlegung der EU ist, dass durch die Pflanzen für Biokraftstoffe die Pflanzgebiete für Nahrungsmittel verdrängt werden. Dies kritisieren seit Längerem auch Menschenrechtsorganisationen. Aufgrund des höheren Profits, der mit dem Anbau und dem Handel von Energiepflanzen erwirtschaftet wird, sei vor allem in ärmeren Regionen die Nahrungsmittelversorgung gefährdet, so die NGOs.

Biosprit wichtig für die Erhöhung der Energieeffizienz

Für die Bio-Kraftstoffverbände wäre diese Begrenzung oder gar eine mögliche Reduzierung fatal. Dem Vorsitzenden des Bundesverbandes von Bio-Energie, Helmut Lamp, zufolge wäre eine solche Entscheidung eine Bankrotterklärung der Industriepolitik. Auch andere Branchen wären davon betroffen. Die Steigerung der Energieeffizienz um 20 Prozent bis 2020 bei gleichzeitiger Absenkung des CO2-Ausstoßes im selben Zeitraum, wie von der EU seit 2009 gefordert, sei ohne einen Ausbau der Biokraftstoffe nicht zu schaffen. Das Ziel, den Anteil des Biosprits an den gesamten Kraftstoffen bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen, sei ohne den Ausbau nicht realisierbar.

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