Ford Focus CC: Cabrio als Ladenhüter

Noch sind die Straßen zwar von Schnee und Matsch dominiert, doch bald schon beginnt wieder die Zeit des offenen Fahrvergnügens bei Sonnenschein und Frühjahrswetter. Wer dazu noch ein passendes und bezahlbares Modell sucht, der sollte einen Blick auf den Ford Focus CC werfen. Das Cabriolet-Coupé war zwar kein Erfolgsschlager und wurde bereits nach vier Jahren eingestellt, Fahrdynamik und Komfort sind im Kölner Cabrio allerdings sicher.

Im Design des Cabrio-Focus erkennt man noch deutliche Spuren des Limousinen-Ursprungs und auch die Basis stammt aus der viertürigen Version der Limousine. Trotzdem schaffte es Ford zusammen mit dem Karosseriespezialisten Pininfarina den Focus zu einem sportlichen Coupé zu verwandeln. Das mehrteilige Klappdach – Herzstück des Cabrios – ist elektrisch betrieben und fährt innerhalb von 29 Sekunden ein. So verringert sich das Kofferraumvolumen von geschlossen 534 Litern auf 248 mit offenem Dach. In den ersten Modellen bis zum Facelift 2008 plagte Focus CC-Besitzer besonders das Problem der Dichtigkeit. Verarbeitungsmängel führten zu undichten Klappverdecken.

Das Fahrverhalten des Focus CC ist angenehm agil und sportlich. Dank eines veränderten Fahrwerks aus dem Sportmodell ST lassen sich Kurven auch mit hohen Geschwindigkeiten gut fahren, gerät man zu schnell in die Kurve reagiert der Focus mit leichtem Untersteuern. Die Lenkung des CC spricht außerdem schnell an und die Sicherheitsausstattung des Cabrios ist vorbildlich. Neben ABS und ESP ist auch ein Überschlagschutz mit an Bord.

Während der kleine 1,6-Liter-Benziner (101 PS) mit dem hohen Leergewicht von 1,5 Tonnen nur schwer zurechtkommt, fiel die Wahl der meisten Käufer auf den 145 PS-starken Benziner mit 2 Litern Hubraum. Als Alternative stand der seltenere 2-Liter-Diesel mit 136 PS und ein optionales Automatikgetriebe im Angebot.

Die Zuverlässigkeit des 2007 erschienenen Ford wird bisher als sehr gut bewertet. Kaum nennenswerte Mängel werden von Seiten der Prüfer gemeldet. Aufpassen sollten Gebrauchtwagenkäufer bei nachträglich eingebauten Sportfahrwerken, die natürlich eingetragen werden müssen.

Die Preise für das noch relativ junge Coupe-Cabriolet beginnen bei knapp 10000 Euro. Die Diesel-Motorisierung kostet auf dem Gebrauchtwagenmarkt knapp 1000 Euro Aufpreis.

Ford Focus CC: Cabrio als Ladenhüter
Bewerten Sie den Artikel