Ford Focus: Nützlich oder sportlich

pc-w  / pixelio.de

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Der Ford Focus steht als Kompaktwagen in einem ständigen Wettstreit mit den beliebten Modellen VW Golf und Opel Astra. Doch im Vergleich mit den Platzhirschen bietet der jüngere Ford einige Vorteile. Die Auswahl des 1998 präsentierten und mittlerweile in dritter Generation verkauften Kompakten ist groß, die Preise sind häufig geringer als beispielsweise beim Golf. Zudem bietet der Kölner eine große Varianten- und Motorenvielfalt und hat mit dem Ford Focus ST sogar einen Golf GTI-Konkurrenten in petto. Als Gebrauchtwagen macht der Ford Focus außerdem eine solide Figur, besonders jüngere Exemplare machen kaum Probleme.

Viel Auswahl                                 

Das Debütmodell des Ford Focus wurde bis 2004 produziert, im gleichen Jahr folgte mit der zweiten Generation ein neues Modell. Dabei wuchs der neue Ford Focus im Gegensatz zu seinem Vorgänger, erstaunlich ist zudem die Vielfalt an Modellen. So gibt es den Kölner als Drei- oder Fünftürer, als Kombiversion namens Turnier und sogar als Van mit dem Kürzel C-Max. Die beiden letztgenannten Modelle punkten mit großem Raumangebot, wenngleich der C-Max in Sachen Gepäckabteil mit anderen Kompaktvans nicht mithalten kann. Gefragt ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt besonders die Kombiversion, Schnäppchen kann man dagegen am ehesten bei der viertürigen Schräghecklimousine finden. Eine gute Verarbeitungsqualität findet man ab der zweiten Generation (ab 2004) des Ford Focus, davor muss man mit einigen Qualitätsproblemen im Innenraum rechnen. In Sachen Sicherheit macht der Kompaktwagen eine solide Figur, ESP und sechs Airbags sind immer Serie, Vollausstattung gibt es mit der „Ghia“-Variante.

Von 80 bis 350 PS

In der Praxis zeigt sich der Ford Focus als verkappter Sportler. Die sichere, aber zugleich sehr dynamische Fahrwerksauslegung macht in Kombination mit einer direkten Lenkung eine gute Vorstellung. Motorenseitig gab es in der bis 2010 gebauten zweiten Generation eine enorme Auswahl. Das Angebot reichte vom 1,4-Liter-Basisbenziner mit 80 PS bis RS-Modell mit aufgeladenem 2,5-Liter-Fünfzylinder und bis zu 350 PS. Bei den Selbstzündern ist die Leistungsbreite etwas geringer, hier kann man zwischen 1,6, 1,8 und 2 Litern Hubraum und 90 bis 136 PS wählen. Die Benziner im Ford Focus sind eine solide Wahl, die Dieselmodelle bieten mehr Durchzug und weniger Verbrauch. Dafür sind letztere auch kurzlebiger.

Schwachstellen des Ford Focus

Verarbeitung: Hier macht besonders die erste Generation Probleme mit geringer Qualität der Innenraummaterialien. Besser ist man mit der zweiten Modellreihe beraten, bei diesen Modellen muss man sich auch nach Jahren keine Gedanken um Sitze und Armaturen machen.

Motoren: Die Benziner sind (mit Ausnahme der großen Turbomotoren) sehr solide und wenig störanfällig. Bei den Selbstzündern dagegen sollte man aufpassen: Besonders der kleine 1,6-Liter-Diesel ist bekannt für ärgerliche Turboladerschäden.

Zuverlässigkeit: Ansonsten macht der Ford Focus eine außerordentlich solide Figur und bekommt Gebrauchtwagen-Lob von allen Seiten. Einzige Kritikstelle des TÜV sind Fehler in der Beleuchtungsanlage, meistens also günstige Kleinigkeiten.

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