Frankreich plant höhere Strafen für Spritschlucker

Die EU fordert seit Langem wirkungsvolle Maßnahmen, um den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen zu senken. Frankreich folgt den Forderungen und plant, die Strafabgaben für Spritschlucker zu erhöhen. Französischen Medienberichten zufolge wird der Aufschlag 8.000 Euro betragen. Bislang lag der Höchstbetrag bei 6.000 Euro.

 

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Frankreich plant, die Strafen für hohen CO2-Ausstoß zu erhöhen Foto: © Harry Hautumm/pixelio.de

Dem Bericht zufolge wird auch darüber nachgedacht, die Grenzwerte für den CO2-Ausstoß gleich mit anzuheben. Bislang musste eine Strafe von 1.000 Euro gezahlt werden, wenn der Ausstoß des Kohlendioxids zwischen 136 und 140 Gramm pro Kilometer lag. Dies stellte die niedrigste Stufe der Strafe dar. Die Höchststrafe wird ab einem CO2-Ausstoß von 201 Gramm pro Kilometer auferlegt.

Das System der Geldstrafe wurde von der französischen Regierung vor fünf Jahren eingeführt und dient vorrangig dem Klimaschutz. Neben den hohen Strafen sieht es Bonuszahlungen vor, die Autofahrer animieren sollen, Elektrofahrzeuge und Automobile mit geringem CO2-Ausstoß zu erwerben. Zudem soll die Maßnahme der einheimischen Wirtschaft dienen und die Stellung von Autobauern kleinerer Fahrzeuge wie Renault und PSA Peugeot Citroen stärken. Fahrzeughersteller größerer Modelle wie Daimler, Audi, Porsche oder BMW werden geschwächt.

Allerdings zielt die Maßnahme und die geplante Verschärfung nicht nur auf den Klimaschutz und die Stärkung einheimischer Marken ab. Das System der Strafzahlung hat auch haushaltspolitische Gründe. Französischen Berichten zufolge hat der französische Haushalt ein deutliches Defizit zu beklagen. Haushaltexperten rechnen damit, dass die Verschärfung der Strafzahlungen knapp 100 Millionen Euro mehr ins Staatssäckel bringen werden.

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