Gas im Reifen

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Autoreifen werden heutzutage immer öfter mit Stickstoff befüllt. Viele Reifenhändler greifen zu diesem Gas, weil es einen Luftverlust im Reifen verhindert. Bleibt der Reifendruck länger stabil, ergeben sich daraus eine bessere Laufleistung sowie ein niedrigerer Verbrauch von Kraftstoff. Auch die Fahreigenschaft soll sich durch die Befüllung mit Stickstoff verbessern. Die Reifen sollen die Stöße besser aufnehmen und dadurch einen ruhigeren Lauf bekommen. Da sich im Stickstoff keine Feuchtigkeit befindet, wie sonst in der normalen Luft, verringert sich auch das Rosten an Ventil und Felge. Ferner erwärmt sich der Reifen mit einer Stickstoffbefüllung nicht so, wie mit einer Sauerstoffbefüllung. Dadurch erhöht sich die Stabilität des Reifens und die Brandgefahr durch Überhitzung wird gesenkt. Da kein Sauerstoff im Reifen vorhanden ist, kann sich das Gemisch auch nicht selbst entzünden. Zum Einsatz kommt die Stickstoffbefüllung in der Regel bei Gefahrengut-Transporten, im Bergbau, in der Luftfahrt oder bei Formel 1-Fahrzeugen. Für die normale Reifennutzung ist eine Stickstoffbefüllung der Reifen nicht erforderlich. Bei Stickstoff handelt es sich um ein nicht brennbares Gas, außerdem ist es farb – und geruchsneutral. Das wiederum kann sehr gefährlich sein. Bei Arbeiten mit Stickstoff ist eine gute Belüftung sehr wichtig, da Stickstoff Sauerstoff verdrängt und die Gefahr besteht, dass Menschen an einer Vergiftung sterben. Auch wenn der Druckverlust bei stickstoffbefüllten Reifen geringer ist, sollte auch hier eine regelmäßige Überprüfung des Fülldruckes anstehen. Die Gefahr eines Druckverlustes durch u. a. undichte Ventile oder Felgen sowie Nageleinstichen, führen auch bei Stickstoffbefüllungen zu eine Minderdruck. Für eine Reifendruckprüfung muss der Fahrer allerdings einen Fachhändler aufsuchen. Denn an den wenigsten Tankstellen kann Stickstoff nachgefüllt werden. Möglich ist aber auch eine Nachfüllung mit normaler Druckluft.

 

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