E-Klasse ADAC

“Gelber Engel”: E-Klasse besonders gehypt

Dass der Automobilclub ADAC bei der Preisverleihung dreist gelogen hat, ist mittlerweile bekannt. Bei den Abstimmungen zum Lieblingsauto der Deutschen entschieden nicht die Bürger über die Rangfolge der Fahrzeuge, sondern andere Interessen. Inwieweit der ADAC manipuliert hat und wie die wahre Rangfolge aussieht, verrät nun der Bericht des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte.

E-Klasse ADAC

Foto: © ich/pixelio.de

 

Audi A5 Cabrio statt E-Klasse

Stolz verkündete Michael Ramstetter, der ehemalige Kommunikationschef des ADAC, 2010 auf der Verleihung des Preises “Gelber Engel”, dass “die Stimme des Volkes” in der Kategorie “Lieblingsauto der Deutschen” die Mercedes E-Klasse mit Abstand zum Spitzenreiter gekürt hatte. Der Untersuchungsbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte beweist nun, dass dies eine dreiste Lüge war und Ramstetter die Zahlen manipuliert hatte. Dies gesteht auch der ADAC mit Verweis auf den Prüfbericht ein und teilt mit, dass der damalige Gewinner des “Gelben Engels” das Audi A5 Cabriolet hätte sein müssen. Die Mercedes E-Klasse habe nur den vierten Platz belegt.

Auch in den anderen Jahren Unregelmäßigkeiten

Der Fahrzeughersteller Audi findet nun lobende Worte für die Aufklärungsarbeit des ADAC, dennoch halten die Ingolstädter an ihrer Entscheidung fest, die gewonnenen Preise zurückzugeben. Der Bericht von Deloitte deckt die Jahre 2009 bis 2013 ab. Auch in diesen Jahren ist es teils zu erheblichen Unregelmäßigkeiten gekommen. So hat der Automobilclub 2012 den VW Up in der Kategorie “Lieblingsauto der Deutschen” auf den fünften Platz gelegt, obwohl er auf Platz zwölf gehörte. Drei Jahre zuvor verbesserte der ADAC den Rang des Mercedes SLK um sechs Plätze.

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