Gewitter: Naturereignisse und die Haftungsfrage

In den letzten Tagen war zum Teil ganz Deutschland nach der Hitzeperiode von starken Gewittern heimgesucht worden. Besonders intensiv wurden Berlin und das Ruhrgebiet getroffen, wo sich Bäche bildeten und Häuser, sowie Bahnhöfe voll liefen. Auch Hagel war mit dabei. Doch wer zahlt eigentlich Hagelschäden am eigenen Auto?

Teilkaso kommt für Schäden aufGewitter

Manchmal kann man gar nicht so schnell gucken und schon hat das Gefährt einen ärgerlichen Hagelschaden. Doch in den allermeisten Fällen ist das für Autobesitzer kein allzu großes Ärgernis, da die Teilkasko-Versicherung auftretende Schäden durch herabstürzende Äste oder Dachziegel und Hagel abdeckt. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass der Geschädigte gegenüber dem Versicherer das Bestehen eines Sturmes nachweisen muss. Das kann mitunter sehr schwierig werden.

Nachweis kann mitunter sehr schwer fallen

Nicht selten muss in solchen Fällen das Wetteramt bemüht werden, um einen entsprechenden Vorfall bezeugen zu können. Bezüglich eines geltend gemachten Sturmschadens muss der Leidtragende nachweisen können, dass mindestens Windstärke 8 vorgelegen hat. Außerdem von der Teilkasko-Haftung ist ausgenommen, wer mit bereits heruntergekommenen Gegenständen auf der Straße kollidiert. Hier ist nur eine Vollkasko-Versicherung zahlungspflichtig.

Grob fahrlässiges Verhalten zu vermeiden

Bei Überflutungen und eben auch Hagelschäden greift die Teilkasko immer dann, wenn das Ereignis unvorhersehbar war und der Eigentümer nicht grob fahrlässig den Schaden herbeigeführt hat. Das ist immer dann der Fall, wenn jemand die erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße außer Acht lässt. Beispielhaft sei das motorisierte Befahren einer bereits überfluteten Straße genannt. Wer hier meint, mit seinem Wagen trotzdem herfahren zu müssen und sich dabei Schäden einstellen, hat keinerlei berechtigte Erwartungshaltung gegenüber seiner Versicherung.

Bild: Flickr.com/Klearchos Kapoutsis

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