Google drängt auf den Automobilmarkt

Im Vorfeld der derzeit in Las Vegas stattfindenden Elektronikmesse CES gab es Gerüchte, wonach der Internetgigant Google sich im Gespräch mit mehreren Fahrzeugherstellern befindet, um eine eventuelle Zusammenarbeit zu besprechen. Nun ist es offiziell, der IT-Konzern hat gleich mehrere Allianzen mit großen Fahrzeugherstellern geschlossen. Hauptziel ist Google-Angaben zufolge, die Sicherheit moderner Automobile zu erhöhen.

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Der IT-Gigant Google drängt zunehmend auf den Automobilmarkt

 

Vernetzung auf Android-Basis

Der Trend zum vernetzten Fahrzeug bereitet den Autobauern zunehmend Kopfzerbrechen. Nun holen sie sich zunehmend die Profis ins Boot, die an der Entwicklung mitarbeiten sollen. Nach Apple drängt nun auch Google in den Automobilbereich. Der IT-Konzern hat Allianzen mit mehreren Fahrzeugherstellern geschlossen, die das Betriebssystem Android als Softwaregrundlage für ihre neuen Modelle einsetzen wollen. Android ist führend auf dem Smartphone-Markt und hält derzeit einen Marktanteil von 85 Prozent. Einem Google-Blogeintrag zufolge dient die Zusammenarbeit dazu, das Autofahren sicherer zu machen, indem die Smartphonetechnologie effektiver in die Automobile eingebunden wird und die Fahrer so die Angebote der Telefone nutzen können, ohne die Augen von der Straße und die Hände vom Lenkrad zu nehmen.

Bedenken zum Datenschutz

Neben Audi beteiligen sich auch Hyundai, General Motors und Honda an der Allianz namens „Open Automotive Allianz“. Zudem hat Google die Partner des von Apple geführten „iOS in the Car“-Bündnisses eingeladen, sich an dem Google-Projekt zu beteiligen – eine klare Kampfansage Googles an seinen schärfsten Konkurrenten. Der Vorstoß von Google wird von vielen derzeit skeptisch betrachtet. Im Netz häufen sich in Foren und Kommentarspalten der Medien ablehnende Kommentare, die Bedenken zum Datenschutz äußern. Google wird von vielen als hemmungsloser Datensammler gesehen, bei dem nicht sicher ist, was mit den Angaben geschieht. Zuletzt stand Google im Zusammenhang mit der NSA-Affäre im Licht der Aufmerksamkeit. Der US-Geheimdienst soll Nutzerdaten des IT-Konzerns ausgespäht haben.

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