Honda FR-V: Ein halbes Dutzend

Als Honda seinen Minivan FR-V im Jahr 2005 auf den Markt brachte, bediente man sich einem Sitzkonzept, welches bei Fiat schon im Multipla Anwendung fand. Statt drei Sitzreihen gibt es im FR-V nur zwei Sitzreihen, die aber trotzdem Platz für sechs Leute bieten sollen. Damit es nicht zu eng und ungemütlich im Innenraum wird, können die mittleren Sitze jeweils nach hinten verschoben werden. So soll ein guter Kompromiss aus Platzangebot für Passagiere und Stauraum im Heck geschaffen werden. Außerdem – so Honda bei der Einführung – fördere dieses System die Kommunikation unter den Familienmitgliedern. So kommt auch der Name FR-V, der für Family Recreation Vehicle steht, zu seinem Sinn.

Im Innenraum des Honda FR-V ist auch für Gepäck gesorgt. Insgesamt 439 Liter Stauraum stehen im Heck zur Verfügung, die Sitze lassen sich jedoch schnell umklappen und schaffen so bis zu 1600 Liter Platz. So passen selbst zwei Fahrräder ohne Umbauten und stehend in den Kompaktvan. Auch die Sicherheitsausstattung kann für einen Familienvan überzeugen. Frontairbags, Gurtstraffer, ABS und das elektronische Stabilitätsprogramm VSC gehören zum Standard. Einen Bremsassistenten und Kopfairbags gab es dagegen nur für einen Aufpreis.

In seiner Auslegung ist der Fokus beim FR-V ganz klar auf Komfort. Unebenheiten schluckt der Van ohne Probleme, Sportlichkeit kommt jedoch nicht auf. Dafür macht einfache Bedienung und Handlichkeit den Honda zum akzeptablen Stadtauto. Im Motorraum hatten Käufer die Auswahl zwischen drei Benzinern mit 1,7, 1,8 und 2,0 Litern Hubraum und einem Diesel mit 2,2 Litern Hubraum. Letzterer ist gleichzeitig auch die Empfehlung für den Kompaktvan. Der Selbstzünder überzeugt im Gegensatz zu seinen Benzin-Kollegen mit vernünftigen Verbrauchswerten und hohem Drehmoment.

Im Jahr 2009 wurde der Honda FR-V nach nur vier Jahren Bauzeit ohne Nachfolger eingestellt. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind dagegen noch viele Modelle in gutem Zustand zu finden. Vernünftige Modelle der frühen Baujahre beginnen bei etwa 7.000 Euro, der 2,2-Liter-Selbstzünder kostet noch etwa 9.000 Euro.

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