Honda HR-V: Gewagter Softroader

Sportlich und doch geländetauglich. So wollte Honda mit dem HR-V 1999 eine neue Crossover-Klasse erfinden, die sich auch im extremen Design des HR-V widerspiegelt. Doch nicht nur am Design des innovativen Softroader scheiden sich die Geister. Auch bei den wirklichen Fähigkeiten des Honda gibt es Stimmen, die ihm vorwerfen Alles nur ein bisschen zu beherrschen. Auch im alltäglichen Straßenverkehr ist der HR-V ein äußerst seltener Gast, auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist das Angebot ebenfalls überschaubar.

Von außen soll der Honda HR-V die Designlinien von Geländewagen und Sportcoupés vereinen. Ersteren Teil erkennt man natürlich an der hochbeinigen Karosse, deren Bodenfreiheit man von Weitem erkennt. Um den sportlichen Aspekt des Wagens zu erkennen muss man schon etwas genauer hinsehen. Als wirkliches Indiz hierfür kann man nur die flache Motorhaube und den Dachspoiler am Heck ins Feld führen. Im Innenraum gibt es eine klare Designlinie, Instrumente und Staufächer sind alle auf Funktionalität getrimmt.

Die Sportlichkeit, die der Honda HR-V im äußeren Erscheinungsbild vermissen lässt, holt er im Fahrverhalten nach. Trotz des hohen Schwerpunkts sind die sonst bei Geländewagen typischen Lastwechselreaktionen nicht vorhanden. Auch die Lenkung ist präzise und direkt geraten, was das Fahrgefühl deutlich aufwertet. Wie schon zu erkennen ist, geht der Aspekt der Geländetauglichkeit hier zugunsten von Komfort und Sportlichkeit auf Asphalt unter. Im Gelände geht der Honda aufgrund fehlender Geländeuntersetzung maximal als Softroader durch, etwas Besserung verschafft hier die Allrad-Version.

Als Motorisierungen für den HR-V standen ausschließlich 1,6-Liter Benziner zur Verfügung. Sie gab es als normale Version mit 105 PS sowie als VTEC mit 124 PS. Bei der Wahl des Getriebes konnte man zwischen einem 5-Gang-Schaltgetriebe und einer Automatik-Lösung entscheiden. Unzeitgemäß ist allerdings der Verbrauch des Honda. Hier genehmigt sich schon der kleine der beiden Motoren durchschnittlich 8,3 Liter.

Der 2005 eingestellte Softroader ist schon aufgrund des Designs nur etwas für Mutige. Da selbst für ein zehn Jahre altes Exemplar mit Frontantrieb noch mehr als 3.000 Euro investiert werden müssen, sollte man sich lieber bei anderen SUV umsehen. Wer trotzdem einen HR-V fahren möchte, der kann bis zu 10.000 Euro investieren, wenn er eines der letzten Exemplare mit geringer Laufleistung wählt.

Bewerten Sie den Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


4 − = null

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>