Hyundai Getz: Praktisch auf Kurzstrecken

Mit dem Getz brachte der südkoreanische Autohersteller Hyundai 2002 ein typisches Stadtauto auf den Markt. Die Fahrzeuglänge von nur 3,8 Metern macht den Kleinwagen zum wendigen und platzsparenden Begleiter. Ein Raumwunder kann man von dem kleinen Asiaten dagegen nicht erwarten, Langstrecken können schon allein aufgrund des Platzangebots schnell anstrengend werden. Für den Stadtverkehr ist der Getz dagegen ein günstiger und vor allem unkomplizierter Begleiter, an dem es selten etwas zu bemängeln gibt.

Von außen betrachtet kann man mit dem Getz keinen Eindruck schinden. Besondere Designelemente gibt es so gut wie gar nicht und auch die Formgebung entspricht der am Markt befindlichen Konkurrenz. Gleiches gilt für den Innenraum: Hier dominiert Plastik und das Interieur wirkt billig verarbeitet. Funktionalität ist den Koreanern im Getz allerdings gelungen. Viele Staufächer und gute Rundumsicht machen den Hyundai zum praktischen Begleiter. Der Kofferraum liegt mit 254 Litern im Klassenschnitt, lässt sich aber dank umklappbarer Rückbank auf stolze 977 Liter und ebener Ladefläche erweitern.

Das Fahrverhalten des Kleinwagens ist besonders auf Komfort abgestimmt. Das erstickt zwar Fahrspaß im Keim, lässt den Fahrer im Getz allerdings auch nicht in brenzlige Situationen kommen. Ein Pluspunkt des Hyundai ist die einfache Lenkung, die präzise und ohne große Anstrengung arbeitet. Nervig sind besonders auf Autobahnetappen die Abrollgeräusche, die auch für einen Kleinwagen sehr laut sind. Die Sicherheitsausstattung im Getz ist mit vier Airbags und ABS ordentlich. Nach dem Facelift im Jahr 2005 war gegen Aufpreis ESP erhältlich. So erreichte der Hyundai im NCAP-Crashtest vier von fünf Sternen.

Seit 2006 gibt es ähnlich wie bei VW auch bei Hyundai einen Getz Cross, der besonders geländegängig aussehen soll. So wurden die Bodenfreiheit vergrößert und Kunststoffteile angebracht, der serienmäßige Frontantrieb blieb allerdings bestehen. Im Laufe der Zeit waren im Getz insgesamt zehn Motoren im Angebot. Als Empfehlung gilt der mit 1,6 Litern größte Benziner, der 105 bzw. 106 PS leistet und im Gegensatz zu den kleineren Vertretern eine ordentliche Beschleunigung entwickelt. Ebenfalls im Aufgebot stehen drei Dieselmotoren, die eine ähnliche Leistung mit niedrigerem Verbrauch leisten.

Insgesamt steht der Hyundai in puncto Zuverlässigkeit sehr gut da. Besonders das Baujahr 2003 ist betroffen von Störungen im Motormanagement. Neuere Baujahre weisen dagegen überdurchschnittlich oft Mängel an der Abgasanlage auf.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt es den Hyundai Getz in allen Preisklassen. Während man für ein acht Jahre altes Modell mit der empfohlenen 1,6-Liter-Motorisierung 3600 Euro bezahlt, kostet dasselbe Modell mit Baujahr 2007 noch 6500 Euro. Die Diesel-Modelle beginnen bereits bei knapp 2000 Euro.

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