Hyundai Tucson: Pseudo-SUV aus Südkorea

Mit dem Tucson ist Hyundai seit 2005 im SUV-Segment beheimatet. Die Ausrichtung des Softroaders liegt dabei allerdings stark auf Alltagstauglichkeit und dem Fahren auf befestigten Straßen. Abseits dieser ist man mit dem Hyundai schnell aufgeschmissen. Trotzdem schätzen die Kunden besonders das große Platzangebot und den praktischen Innenraum des koreanischen SUV. Außerdem machte die aggressiven Neupreise Eindruck auf viele Käufer.

Äußerlich sieht man dem Tucson seine SUV-Gene deutlich an. Typische Merkmale eines Geländewagens sind vorhanden, eine klare Unterscheidung zu anderen Modellen allerdings auch nicht gegeben. Auch der Innenraum ist kein Unikat, dafür aber sehr gut verarbeitet und übersichtlich gestaltet. Dank der Fahrzeuglänge von 4,33 Metern Länge finden fünf Personen in Front und Fond locker ausreichend Platz. Zusätzlich passen in das Gepäckabteil des Hyundai noch 325 Liter Gepäck hinein, kein Spitzenwert unter den SUV.

Im Fahrverhalten profitiert der Fahrer besonders von seiner hohen Sitzposition, die ihm einen guten Überblick verschafft. Das Fahrwerk des Koreaners ist voll auf Komfort getrimmt. Es erstickt jede Sportlichkeit im Keim und führt außerdem zu einer starken Seitenneigung des 1,6-Tonnen-SUV. Diese Probleme betreffen besonders die Varianten des Tucson mit Frontantrieb, die allerdings in Deutschland deutlich in der Überzahl sind. Wer den Aufpreis für den Allradantrieb bezahlt hat, der bekommt verbesserte Traktion, darf allerdings keinen Geländewagen erwarten. Denn ob mit Zwei- oder Vierradantrieb bleibt der Hyundai ein softer SUV für die Straße. ESP gab es im ersten Baujahr gar nicht und später nur gegen Aufpreis.

Bei dem Blick in die Motorenpalette von Hyundai hat man die Wahl zwischen einem 2-Liter-Vierzylinder mit 141 PS, einem 2,7-Liter-Sechszylinder mit 175 PS und einem 2-Liter-Diesel mit 113 bis 150 PS. Von dem großen V6-Benziner kann man getrost aufgrund der Unterhaltskosten absehen, die beste Wahl für den Tucson ist wohl der relativ sparsame Diesel mit mindestens 140 PS. Der Selbstzünder des ersten Baujahres hatte allerdings nur 113 PS und ist damit deutlich untermotorisiert.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt zahlt man für einen Tucson mit Baujahr 2005 und Basisbenziner immer noch knapp 7400 Euro. Ein entsprechender Diesel steht mit 7550 Euro in der Gebrauchtwagenliste.

Hyundai Tucson: Pseudo-SUV aus Südkorea
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