Im Kampf gegen Manipulationen von Kilometerständen

Ein neues Online-Portal, was Kilometerstände von Gebrauchtwagen speichert, ist vor kurzem an den Start gegangen. Ein Bochumer Unternehmen hat dafür eine Datenbank ins Leben gerufen, wo Händler und Besitzer von Fahrzeugen freiwillig ihre Kilometerstände eintragen und abspeichern lassen können. Der Hintergrund der Erfassung von Kilometerständen soll sein, es Tachobetrügern nicht mehr so leicht zu machen, die Kilometerstände bei gebrauchten Autos zu manipulieren. Laut einer Schätzung des ADAC, ist jeder dritte Gebrauchtwagen mit falschem Kilometerstand verkauft worden. Der Volkswirtschaft entsteht auf diesem Weg jährlich ein Schaden im Milliarden-Bereich. Eine hundertprozentige Sicherheit ist aber auch die Datenbank nicht, viel mehr müssten die Hersteller reagieren und fälschungssichere Tachos in ihren Fahrzeugen verbauen. Aber auch hier gibt es ein Problem, denn oft dauert es nicht lange, bis auch ein sicherer Tacho geknackt ist und manipuliert werden kann. Die Szene der Tachobetrüger ist nämlich technisch gut ausgerüstet und organisiert. Einen Kilometerstand zu manipulieren ist oft nur eine Sache von ein paar Minuten und kostet auch nicht die Welt. Die Politik hat dagegen eine ganz andere Idee und schlägt die Einführung einer Fahrzeughistorie vor, wie sie schon seit Jahren in Belgien zum Einsatz kommt. Dort sind seit 2005 die Tachomanipulationen um 90 Prozent zurückgegangen.

Im Kampf gegen Manipulationen von Kilometerständen
Bewerten Sie den Artikel