Immer auf Kurs bleiben

M.E. / pixelio.de

 

Es gibt Situationen im Straßenverkehr, die der eine oder andere Autofahrer vielleicht schon erlebt hat. Da kann ein Fahrfehler auf einer glatten, nassen oder mit Rollsplitt bedeckten Fahrbahn ein Fahrzeug manövrierunfähig machen. Da helfen meist auch keine Lenk- oder Bremsversuche um das Fahrzeug in der Spur zu halten. Aber genau für diese Fahrsituationen hat der Fahrer eines modernen Fahrzeuges jetzt einen kleinen Helfer. Das ESP (Elektronisches Stabilitäts-Programm) gehört zu den Fahrassistenzsystemen und sorgt zum Beispiel dafür, dass ein Fahrzeug beim Untersteuern oder Übersteuern nicht ausbricht. Es vergleicht permanent die programmierten Sollwerte mit dem tatsächlichen Fahrzeugverhalten und greift ein, wenn das Fahrzeug sich nicht auf dem optimalen Kurs befindet. Das ESP-System setzt sich zusammen aus den Radbremsen, Raddrehzahlsensoren, Steuergerät-Motormanagement mit CAN-Schnittstelle, Drosselvorrichtung, Lenkwinkelsensor, Bremskraftverstärker mit Hauptzylinder, Hydrauliksystem mit Bremsdrucksensor und angebautem Steuergerät, Giergeschwindigkeitssensor mit eingebautem Querbeschleunigungssensor. Neben ABS und ASR bringt ESP für die Sicherheit noch weitere Vorteile. Es unterstützt u. a. den Fahrer aktiv in querdynamisch kritischen Situationen. Außerdem bietet das ESP eine erweiterte Fahrstabilität. Nicht nur bei der Spur- und Richtungstreue, sondern auch bei extremen Lenkmanövern und Schleudergefahr. Das elektronische Stabilitätsprogramm verbessert auch das Fahrverhalten und macht das Fahrzeug auch in gefährlichen Situationen beherrschbar und auch besser lenkbar. Zusatzfunktionen wie zum Beispiel der elektronische Bremsassistent (EBA) bzw. BAS, Roll Stability Control (RSC), Trailer Stability Assist (TSA), Bremsbereitschaft, Trockenbremsen, Berganfahrhilfe, Fading-Kompensation, Soft Stop, Motor-Schleppmoment-Regelung und die Überlagerungslenkung runden das System ab. Leider sind nicht alle Zusatzfunktionen in jedem Fahrzeug verfügbar. Aber das ESP ist laut Beschluss des Europaparlaments seit November 2011 für alle neuen Fahrzeuge in Europa Pflicht.

 

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