Jaguar E-Type S3 V12 – Baujahr 1973

Ungewöhnliche Farbe für ein Jaguar, oder? Eigentlich zeigen sich diese Raubkatzen ja in einem satten Rot, in einem eleganten Grün oder sind ansonsten eher zurückhaltender unterwegs. Ganz anders ist dieser in Opaline Grün Metallic lackierte Jaguar E-Type S3 aus dem Jahre 1973. Er dominiert nicht nur durch die Leistung von 268 PS aus seinem 5,3 Liter V12 Motor, nein er trägt die Kraft der 12 Zylinder auch ganz klar durch die sportliche Farbe nach Außen.

Bei diesem Fahrzeug wird nicht von Hand geschaltet, dieser Jaguar E-Type verfügt über eine Automatik. Im Innenraum gibt es eine Lederausstattung in silber / grau und selbstverständlich wurde dieses Fahrzeug immer gewartet. Das habe ich allerdings von diesem Schmuckstück auch erwartet, denn so ein Fahrzeug ist ja wahrlich etwas wirklich Aussergewöhnliches.

Der Motor kam übrigens nur beim S3 (Serie 3) zum Einsatz und es gibt noch eine Besonderheit bei der 3. Serie vom E-Type: Die von 1971 bis 1974 produzierte dritte Modellreihe des Jaguar E-Type erreicht nicht nur eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h, nein die 3. Serie wurde nur als Cabrio bzw. Roadster produziert. Es gibt kein geschlossenes Coupé von diesem Modell, bzw. von dieser Serie. 15.293 Fahrzeuge wurden angeblich von diesem Modell mit dieser Motorisierung gebaut, das Produktionsende 1974 wurde erst ein Jahr später bekannt gegeben, vermutlich wollte man noch die letzten Fahrzeuge in Ruhe verkaufen. Das Problem: Die Ölkrise und die gestiegenen Spritkosten machten es diesem Fahrzeug nicht ganz leicht an den Erfolg seiner Vorgänger anzuknüpfen. Wie dem auch sei, heute ist er ein Oldtimer, eine Wertanlage und vor allem ein Blickfang. Ersatzteile gibt es auch (noch), für die Technik und für die Jaguar Wartung sieht die Ersatzteil Situation entspannt aus, schwieriger wird es – aber da erzähle ich nichts neues – bei Teilen der Karosserie. Wenn das Dach undicht ist, helfen Sattler aus der Klemme, es ist oft günstiger ein komplett neues Dach anfertigen zu lassen als ein altes zu reparieren, bzw. ein original E-Type Roadster Dach zu finden. Aktuell sind die ersten Roadster Modelle (Serie 1) noch etwas teurer, doch ich behaupte, dass die V12 E-Type Roadster nun kräftig aufholen werden, wer sich also für so ein Fahrzeug interessiert, sollte jetzt zuschlagen. Unbedingt darauf achten, dass sämtliche Bauteile vorhanden sind, viele Besitzer verfügen über eine lückenlose Dokumentation der Wartungs- und Restaurationsarbeiten.

Jaguar E-Type S3 V12 – Baujahr 1973
Bewerten Sie den Artikel