Jeep Grand Cherokee: Luxus und Gelände?

Elegant wie ein SUV, aber geländetauglich wie ein echter Offroader. Das ist das Konzept des Grand Cherokee vom Traditionshersteller Jeep, dessen Markenname sich mittlerweile zu einem Synonym für Geländewagen entwickelt hat. Doch im Fall des Grand Cherokee gelingt die Kombination von Alltags- und Geländefähigkeiten gut. Abstriche müssen allerdings im Fahrkomfort und beim Verbrauch gemacht werden.

Im Vergleich zum Markenbruder Wrangler fährt der Grand Cherokee geradezu elegant auch über asphaltierte Wege. Die umfangreiche Ausstattung und die lange Aufpreisliste lassen dabei das Herz aller Technik-Freunde höher schlagen. Im Vergleich zur Vorgängerversion wurde mit dem Modellwechsel im Jahr 2005 die Straßentauglichkeit deutlich erhöht. Veränderungen an der Vorderachse führten zu einem verbesserten Federungskomfort und besseren Fahreigenschaften auf der Straße. Auch das Platzangebot des Grand Cherokee wurde sowohl für Passagiere als auch für Gepäck deutlich vergrößert. So folgt diese Baureihe (intern WH genannt) dem Wunsch der Kunden nach besseren Straßeneigenschaften und dem Trend zum SUV mit abgespeckten Geländefähigkeiten.

Trotz einiger Kritik an schlechteren Kraxel-Qualitäten nach dem Modellwechsel schafft der Jeep den Kompromiss zwischen Matsch und Asphalt überdurchschnittlich gut. Neben der Straße ist dabei besonders das Allradsystem Quadra-Drive für sicheres Fortkommen verantwortlich. Selbst wenn drei Räder den Grip verlieren, kann verteilt das System die Kraft an das verbliebene Rad. Seit 2005 ist der elektronische Gelände-Assistent auch mit ESP vereinbar, weshalb die neue Generation eine deutlich verbesserte Sicherheitsausstattung mitbringt. Neben der Straße kann das Stabilitätsprogramm natürlich deaktiviert werden.

Typisch für den amerikanischen Geländewagen sind natürlich hubraumstarke Achtzylinder, die für guten Vortrieb auf jedem Untergrund sorgen. In diesem Segment führt Jeep einen 4,7-Liter-V8 mit 231 bis 305 PS und einen weiteren Achtzylinder mit 5,7 Litern Hubraum und 326 bis 352 PS. Spitzenmodell ist der SRT8, der auch aus anderen Chrysler-Modellen bekannt ist und aus 6,1 Liter Hubraum 426 PS holt. Eine praktische Alternative zu den durstigen Benzinmotoren stellt der 3-Liter-Diesel dar, der aus der Mercedes M-Klasse stammt und 218 PS leistet.

Grundsätzlich ist der Grand Cherokee ein robustes Fahrzeug, dem auch der Geländeeinsatz nicht viel ausmacht. Problematisch sind allerdings Ölverlust und Rost am Jeep. Preislich liegt der Geländewagen dagegen aufgrund geringer Beliebtheit im europäischen Raum gut. Während das Modell mit 3-Liter-Diesel und Baujahr 2005 bereits ab 13000 Euro zu haben ist, kostet das Spitzenmodell SRT8 aus dem Jahr 2007 knapp 27000 Euro. Die Unterhaltskosten des Grand Cherokee sind dagegen bei allen Modellen bezahlbar.

Jeep Grand Cherokee: Luxus und Gelände?
Bewerten Sie den Artikel