Jeep Wrangler: Traditioneller Offroader

Der Jeep Wrangler ist als direkter Nachfolger der Willys-Militärjeeps des zweiten Weltkriegs voll auf den robusten Geländeeinsatz ausgelegt. Nachdem der Erbauer des Ursprungs-Jeeps, Willys-Overland, sich nach Ende des Kriegs mit der erfolgreichen Jeep CJ-Reihe hin zu einer zivilen Nutzung des Geländewagens orientierte, begann die Zeit des Wranglers 1987 mit der Ausführung YJ. Mittlerweile ist der robuste Jeep in seiner dritten Generation auf dem Markt und hat sich besonders durch kompromisslosen Geländeeinsatz einen Namen gemacht.

Für die hervorragenden Geländeeigenschaften und die gute Haltbarkeit müssen natürlich Einbußen in Sachen Komfort hingenommen werden. Auf elektronische Helfer wie Fensterheber oder Klimaanlage muss man im Basismodell komplett verzichten, der Kofferraumvolumen ist bei den meisten Modellen klein und die Heckklappe zu schmal geraten. Auch bei den Sitzen kann man nicht von bequem sprechen und die Fahrt über Asphalt ist im Wrangler laut und ruckelig. Doch wer Komfort möchte, ist beim Wrangler sowieso falsch. Mit dem Offroader erhält Jeep die Idee eines auf harten Geländeeinsatz ausgelegten Fahrzeugs, welches vor allem Zuverlässigkeit und Fortkommen als Ziele hochhält.

Mit der seit 2007 erhältlichen dritten Generation hat man sich in puncto Sicherheit sinnvollerweise deutlich weiterentwickelt. Dank ABS, ESP und Airbags gewinnt der Jeep ein großes Stück Alltagstauglichkeit und Sicherheit.  Die aktuelle Ausgabe des Wranglers ist in zwei Karosserieformen erhältlich: Entweder mit kurzem Radstand und zwei Türen oder als Viertürer „Unlimited“. Für beide lässt sich optional das dreiteilige Cabriodach bestellen, der Umbau zum offenen Wagen ist allerdings mühsam.

Während im Vorgängermodell nur Ottomotoren mit 2,4 bis 4 Litern Hubraum erhältlich waren, gibt es das neue Modell erstmals mit Turbodiesel. Der durchzugsstarke 2,8-Liter-Selbstzünder passt zwar gut zum Geländeeinsatz, Laufruhe ist für den Diesel aber ein Fremdwort. Als Alternative ist weiterhin ein V6-Modell mit 3,8-Liter-Motor im Programm. Der 199 PS-starke Benziner ist zwar ebenfalls durchzugsstark, der hohe Spritverbrauch lässt allerdings die Unterhaltskosten immens steigen.

Die simple Konstruktion und der Verzicht auf elektronische Spielereien helfen dem Wrangler bei der Zuverlässigkeit.  Motor und Getriebe schaffen oft problemlos sehr hohe Laufleistungen, die Probleme des Jeeps liegen besonders an der Vorderachse. Hier leiden Stabilisatoren und Radlager unter Kurvenfahrten und verschleißen schnell. Auch die Bremsen des Zweitonners sind anfällig und müssen oft aufgrund von Rost und Abnutzung in die Werkstatt.

Ein Jeep Wrangler der zweiten Generation beginnt auf dem Gebrauchtwagenmarkt bei 7000 Euro. Für die 2007 erschienene dritte Modellreihe müssen Käufer mindestens 14000 Euro investieren. Der sparsame und durchzugsstarke Diesel kostet weitere 2000 Euro Aufpreis.

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