13404

Kältemittelstreit geht in die nächste Runde

Der Streit um die Kältemittel R1234f und R134a ist noch nicht ausgestanden. Brüssel steigert den Druck auf die Bundesregierung und eröffnet ein Verfahren gegen die BRD. Der Grund ist, dass sich der Fahrzeughersteller Daimler weiterhin weigert, das von der EU geforderte Kältemittel R1234f einzusetzen, da Tests ergeben hatten, dass das Mittel leicht entzündlich sei. Als Alternative greifen die Stuttgarter auf R134a zurück, das jedoch von der EU als umweltschädlich eingestuft wurde und das nicht mehr in Neuwagen eingesetzt werden darf.

 

13404

Der Kältemittelkonflikt geht in die nächste Runde Foto: © Alexander Dreher/pixelio.de

Verfahren wird am Donnerstag eingeleitet

Dies sei ein klarer Verstoß gegen die Klimaauflagen der EU, die besagen, dass Autobauer nur noch Klimamittel einsetzen sollen, die höchstens 150-mal so schädlich für die Umwelt sind wie CO2. R134a fällt nicht mehr unter die Regelung und muss daher bis 2016 vom Markt genommen werden. Daher werde am Donnerstag ein Verfahren gegen die Bundesregierung eingeleitet, da sie den Einsatz des schädlichen Mittels zulasse.

Generelles Sicherheitsniveau sinkt, aber keine Bedenken

Daimler weigert sich mit dem Verweis auf die Entflammbarkeit und damit einem Sicherheitsmangel jedoch weiterhin, R1234f einzusetzen. Unabhängige Tests des Kraftfahrtbundesamtes scheinen Daimler Recht zu geben, das Mittel geriet bei Crashtests in Brand. Allerdings sei dies nur unter sehr extremen Bedingungen geschehen, so das Amt. Das generelle Sicherheitsniveau werde durch den Einsatz zwar gesenkt, doch nach dem Produktsicherheitsgesetz bestünden keine Bedenken. Auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller befürwortet weiter den Einsatz des umstrittenen Kältemittels.

Klimaanlage auf CO2-Basis

Eine Lösung des Konfliktes könnte nun von Daimler kommen. Der Fahrzeughersteller arbeitet derzeit an einer Klimaanlage, die statt mit herkömmlichen Kältemitteln auf CO2-Basis arbeiten. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis die Technik auf den Markt kommt. Im Frühjahr sollen die ersten Tests durchgeführt werden, bis 2017 soll die neue Klimaanlage die Marktreife erreicht haben, so die Stuttgarter.

Bewerten Sie den Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


drei + = 5

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>