Kampf gegen Tachobetrug

Der Tachobetrug wird zunehmend zum Problem. Jährlich entsteht dem Automobilclub ADAC zufolge durch den Betrug jedes Jahr ein Schaden bis zu sechs Milliarden Euro. Die Überlegungen, wie der Betrug einzudämmen sei, sind vielfältig. Doch bislang hat keine funktioniert. Nun schlägt der Münchner Verein „Initiative gegen Tachobetrug“ vor, eine Online-Datenbank einzurichten, die die Kilometerstände der Fahrzeuge registriert. Liefern sollen die Daten Autohäuser und Kfz-Prüforganisationen.

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Sucher über Identifikationsnummer

Über die Webseite sollen sich Menschen, die einen Gebrauchtwagenkauf planen, informieren können, welchen Kilometerstand das Fahrzeug aufweist und so einen möglichen Tachobetrug aufdecken, wenn sich der Wert nicht mit dem im Tacho deckt. Die Fahrzeuge können schnell und einfach mit der Identifikationsnummer gesucht werden. Nach der Abfrage wird eine Mail verschickt, die chronologisch alle eingesandten Kilometerstände des gesuchten Fahrzeuges auflistet. Die Initiative, die vom Automobilklub von Deutschland (AvD) in Zusammenarbeit mit der Werbas AG und der Software GmbH ins Leben gerufen wurde, ruft nun die Kfz-Betriebe auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Natürlich müssen sich die Besitzer der Fahrzeuge im Vorfeld mit der Dokumentation einverstanden erklären. Es sollen nur fahrzeugrelevante Daten erhoben werden, Fahrerdaten sind nicht betroffen.

Regelmäßige Übermittlung der Daten

Die Datenbank soll so schnell wie möglich aufgebaut werden. Der Initiative zufolge laufen bereits erste Gespräche mit großen Werkstattketten. Die Daten sollen bei jedem Besuch der Werkstatt oder bei den regelmäßigen Hauptuntersuchungen übermittelt werden. Dass das Projekt funktionieren kann, zeigen bereits ähnliche Initiativen. In den Niederlanden und in Dänemark haben Organisationen derartige Projekte bereits erfolgreich umgesetzt.

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