Kia Cee’d: Auf Europa getrimmt

Mit dem Cee’d löste Kia im Jahr 2007 den erfolglosen Cerato in der Kompaktklasse ab. Der neue wurde als erstes Auto des südkoreanischen Herstellers in Europa entwickelt und gebaut. So sollte es mit westlichen Design besonders dem Platzhirsch VW Golf in der Kompaktklasse Konkurrenz machen. Nach vier Jahren Bauzeit hat der Kia die Ablöse des Volkswagens zwar nicht geschafft, bietet aber trotzdem viel Platz für günstige Preise.

Der Cee’d wird seit Baubeginn als Fünftürer angeboten. Mitte 2007 folgte der Kombi mit der Namenserweiterung „sw“, der ein Jahr später durch den kleineren Dreitürer „pro_cee’d“ ergänzt wurde. Mit dem Hyundai i30 teilt sich der Koreaner neben der Baugruppe auch die Motorenpalette.

Neben dem Design konnte der Kia in Europa besonders durch den günstigen Anschaffungspreis und das agile Fahrverhalten punkten. Das straffe Fahrwerk sorgt für schnelle Lastwechselreaktionen, schränkt den Komfort aber etwas ein. In puncto Sicherheitsausstattung kann der Koreaner mit der europäischen Konkurrenz mithalten. Sechs Airbags, ABS und ESP bescherten ihm fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest. Ebenfalls ein Kaufargument sind die sieben Jahre Garantie, die Kia auf alle Neuwagen gab und die den Gebrauchten noch nicht erloschen ist.

Im Innenraum des Cee’d wird besonders die Verarbeitungsqualität bemängelt. Während das Platzangebot großzügig bemessen ist, fallen billige Materialien und schnelle Abnutzung bei Gebrauchtwagen sofort ins Auge. Das führt teilweise zu störendem Klappern und Knarzen. Auch die geringe Zuladung in Relation zum Platzangebot verwundert.

Die Motorenpalette im Kia beinhaltet drei Benzinmotoren und drei Dieselmotorisierungen. Als besonders alltagstauglich stellt sich der agile 1,6-Liter-Benziner heraus, der 125 PS leistet. Als Langstreckenfahrzeug eignet sich dagegen eher eine der Dieselvarianten wie beispielsweise der ebenfalls 1,6 Liter große Selbstzünder mit 115 PS.

Bisher haben sich keine großen Mängelquellen des Kia ergeben, einzig Rost an Auspuff und Einstieg gilt als Problemstelle. Preislich liegt der Koreaner auf attraktivem Niveau. Die empfohlene Benzin-Motorisierung beginnt mit Baujahr 2007 bei 6000 Euro. Die Varianten Diesel und Kombi kosten dagegen mindestens 500 Euro Aufpreis.

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