Kia Cerato: Kurzer Einstand

Bevor Kia mit dem cee’d die europäische Mittelklasse versuchte aufzumischen, präsentierte man den Cerato als Importmodell in der Golf-Klasse. Mitte 2004 erreichte der Koreaner den deutschen Markt und wurde bis 2006 vertrieben. In anderen Regionen der Welt wird der Cerato dagegen auch heute noch gebaut, in Deutschland blieb der Kia aufgrund der geringen Bauzeit ein Exot. Zwar schlug er sich gegen andere Importmodelle nicht schlecht, gegen die Platzhirsche Opel Astra und VW Golf konnte er sich dagegen nicht durchsetzten.

Wirkliche Innovationen brachte der Cerato in puncto Design nicht auf den deutschen Markt. Man verließ sich bei Kia auf ein konventionelles Design der Kompaktklasse, einzig die Front sticht dynamisch hervor. Während seiner kurzen Verkaufszeit bot man den Kompaktwagen in zwei Karosserieformen und zwei Ausstattungslinien an. Käufer hatten so die Wahl zwischen einer fünftürigen Steilheck- und einer viertürigen Stufenheckvariante. In der Ausstattung unterschied man bei Kia die Basisversion LX und die Komfort-Variante EX. Im Innenraum dominieren Plastikverkleidungen, der Platz für die Insassen ist geräumig dimensioniert. Für Gepäck stehen beim Fünftürer 394 Liter Laderaum zur Verfügung, klappt man die hintere Sitzbank um, dann kann man 1046 Liter unterbringen.

Das Fahrwerk im Kia Cerato ist vergleichsweise weich gehalten, sodass auch längere Fahrten komfortabel sind. Sportlichkeit sollte man von dem Koreaner dagegen nicht erwarten, hier machen einem die unpräzise Lenkung und das Fahrwerk einen Strich durch die Rechnung. Obwohl der Kia nur drei Jahre auf dem deutschen Markt zu finden war, gab es eine große Auswahl an Motorisierungen. Benziner gibt es mit 105 bis 143 PS, Diesel sind mit 90 bis 112 PS im Programm. Besonders die Benziner zeigen sich als erstaunlich sparsame Motorisierungen, das angebotene 5-Gang-Getriebe dämpft jedoch den Fahrspaß bei den starken Motoren.

Die Zuverlässigkeit des Kia Cerato ist ordentlich, das Angebot an gebrauchten Fahrzeugen groß. Die Preise für den sechs Jahre alten Wagen beginnen bei etwa 3.000 Euro, besonders für die Kombination aus großem Diesel-Motor und Kombi muss man deutlich mehr bezahlen.

Kia Cerato: Kurzer Einstand
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