Kia Sorento: Konkurrenz für X5 & Co?

Mit dem Sorento versuchte Kia im Jahr 2002 den Sprung in die SUV-Oberklasse. Obwohl es die erste Generation nicht geschafft hat in Sachen Qualität mit den Premium-Herstellern aufzuschließen, bietet der südkoreanische SUV eine gute Geländetauglichkeit und das Platzangebot eines Vans. Dieses Konzept stellte sich als Erfolg für Kia heraus und nach Erscheinen kam der Hersteller mit der Lieferung nicht hinterher. Mittlerweile kann er zu Schnäppchenpreisen auf dem Gebrauchtwagenmarkt erstanden werden, da die neue Generation im vergangenen Jahr an den Start ging.

Der Innenraum des Sorento verwöhnt mit außergewöhnlichem Platzangebot, sowohl Passagiere als auch Gepäck finden ausreichen Raum. Bis zu 1751 Liter lassen sich maximal im Sorento transportieren, eine hohe Ladekante verhindert allerdings das Einfache beladen. Beim Interieur hört die Großzügigkeit allerdings auf, hier verstört besonders die billige Materialanmutung. Seit einem Facelift 2006 wurden die Materialien hochwertiger und besser verarbeitet.

Im Fahrverhalten des Südkoreaners spiegelt sich fast in jeder Gelegenheit das mit 2 Tonnen hohe Leergewicht des SUV wider. Entsprechend gemächlich geht es selbst mit den gemächlich geht es so mit den Basismotorisierungen voran. Vor dem Facelift wurde das Fahrwerk von vielen Kunden als zu hart kritisiert, hier wurde nachgebessert und seit 2006 ist man im Sorento komfortabler unterwegs. Im Crashtest schnitt der Kia mit vier von fünf Sternen gut ab, ESP gibt es aber ebenfalls erst nach der Modellpflege.

In seiner eigentlichen Funktion als Geländewagen überzeugt der Sorento weitestgehend. Mit zuschaltbarem Allradantrieb und Geländereduktion sind Ausflüge über Stock und Stein unproblematisch. Zusätzlich interessant für Fahrer mit Hänger: Vor dem Facelift zieht der Diesel bis zu 2,8 Tonnen, nach dem selbigen sind sogar 3,5 Tonnen Anhängelast möglich.

Zu den Charakteristika des Kia passt der 2,5-Liter-Dieselmotor sehr gut. Auch hier lohnt es sich einen Blick auf ein Modell nach 2006 zu werfen, da hier die Leistung des Diesels von 140 auf 170 PS erhöht wurde und ein Partikelfilter serienmäßig verbaut wurde. Für wen ein deutlich größerer Spritverbrauch kein Problem ist, der greift zu den durstigen Ottomotoren mit bis zu 235 PS Leistung.

In puncto Zuverlässigkeit liegen Anspruch und Realität sehr weit auseinander. Hier ziehen sich die Mängel durch sämtliche Baujahre und –gruppen. Sowohl Ölverlust an Motor und Getriebe als auch Probleme mit Elektrik und Lenkung zählen zu den typischen Schwachstellen.

In der Anschaffung liegt der Kia auf günstigem Niveau. Einen Diesel nach dem Facelift gibt es bereits für 11000 Euro, ein früheres Modell schon ab 8000 Euro.

Kia Sorento: Konkurrenz für X5 & Co?
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