Kia Sportage: Eingeschränkt geländetauglich

Die erste Generation des Kia Sportage teilte ihre Bodengruppe mit einem südkoreanischen Militärjeep. So erzielte der Kia mit zuschaltbarem Allrad und Geländeuntersetzung gute Werte im Gelände. Auf der Straße und im Alltag konnte der Sportage dagegen nicht überzeugen. Zu viele Qualitätsmängel und Verarbeitungsfehler führten dazu, dass heute kaum noch Fahrzeuge ohne Mängel auf dem Markt sind.

Mit einer Nachfolgegeneration im Jahr 2004 versprach Kia Besserung. Auf Kosten der Geländequalitäten wurde der Sportage zum SUV umgebaut und erlebte einen deutlichen Qualitätssprung. So stieg mit einer komfortablen Federung besonders der Fahrkomfort auf der Straße. Motorenseitig gab es zum Marktstart die Auswahl zwischen einem 2-Liter-Vierzylinder mit 141 PS und einem 2,7-Liter-V6 mit 175 PS. Letztere Version gab es ausschließlich mit Automatikgetriebe und serienmäßigem Vierradantrieb.

Der erste Dieselmotor folgte 2005 mit einem 2-Liter-Common-Rail mit 113 PS. Seit 2006 sind im Dieselmotor auch Serienmäßig Partikelfilter verbaut. Aufpassen sollte man allerdings auf der Suche nach einem geländegängigen Fahrzeug. Nach 2005 wurde der Allradantrieb in den kleinen Motorisierungen zum aufpreispflichtigen Extra.

Drei Jahre später wurde der Sportage in einem Facelift überarbeitet. Neben einem leicht geänderten Design wurde die Leistung des Diesels auf 150 PS gesteigert. Außerdem von den Änderungen betroffen war das Fahrwerk. Es wurde im Zuge der Überarbeitung deutlich straffer, was zu einer verringerten Seitenneigung und zu weniger Untersteuern führte.

Als Vorteile des südkoreanischen SUV sind der große Innenraum und die gute Serienausstattung zu nennen. Außerdem ist der Fahrkomfort seit dem Facelift 2008 sehr angenehm und der Anschaffungspreis für den Sportage ist günstig. Kritikpunkte sind in der zweiten Generation der schlechte Sitzkomfort und die schlechte Materialanmutung im Innenraum.

Beim Kauf eines gebrauchten Sportage gilt: Je aktueller, desto besser. Neben der Tatsache, dass man von der ersten Generation aufgrund von starken Mängeln die Finger lassen sollte, stellen auch in der zweiten Generation die Baujahre 2008 und folgende die ausgereiftesten Modelle dar. Da die dritte Generation dieses Jahr in den Handel kam, dürften die Preise für die zweite Baureihe deutlich sinken. Aktuell kostet ein fünf Jahre alter Diesel knapp 8000 Euro.

Kia Sportage: Eingeschränkt geländetauglich
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