Land Rover Discovery: Dauer-Defekt?

Der Land Rover Discovery hat einen schweren Stand in der Modellfamilie des englischen Autobauers. Gilt sein Modellbruder Defender als rustikaler Assistent für harten Geländeinsatz und hat der Range Rover seinen Stand als luxuriöser Edel-Geländewagen schon seit Jahren gefestigt, sitzt der Discovery als normales Modell zwischen den Stühlen. Startete der Geländewagen als günstiger Ableger und Volumenmodell, sorgte besonders die technische Aufrüstung der letzten Jahre für erhebliche Preisanstiege bei den Modellen.

Diese Aufrüstung begann bereits in der zweiten Generation, die zwischen 1999 und 2004 gebaut wurde. So gab es neben dem sinnvollen ABS auch Helfer wie Active Cornering Enhancement, was die Seitenneigung verringern sollte, Self-Level-Suspension, eine automatische Niveauregulierung an der Hinterachse und die Electronic Traction Control, eine herkömmliche Traktionskontrolle. Interessante Neuerung der zweiten Generation war allerdings auch die Möglichkeit einer dritten Sitzreihe, deren Platz eine Verlängerung der Karosserie schaffte. In der Motorenpalette der bis 2004 gebauten Generation standen ein 4-Liter-V8 mit 185 PS und ein 2,5-Liter-Selbstzünder mit 135 PS.

In der dritten Generation gab es neben kleineren optischen Veränderungen eine weitere Aufrüstung der Ausstattung sowie der langen Aufpreisliste. Doch auch die Motorenpalette erfuhr 2004 eine Überarbeitung. Der Hubraum des V8 wurde auf 4,4 Liter vergrößert, was die Leistung auf 299 PS steigert. Einen neuen Dieselmotor ließ man sich von Ford liefern. Der 2,7-Liter-Sechszylinder leistet 190 PS. Passend zu der neuen Platzierung des Discovery als SUV gab es in der dritten Generation optional auch ein Sportpaket und Automatikgetriebe in Kombination mit dem Geländewagen.

Aufpassen sollte man in Sachen Zuverlässigkeit. Trotz des Rufs als solider Geländebegleiter sind die Berichte über Haltbarkeit und Probleme sehr gemischt. Zu den häufigeren Problemen insbesondere der zweiten Generation gehören Undichtigkeiten im Innenraum, Schäden an Zylinderkopf und selbiger Dichtung sowie Probleme mit sämtlichen elektrischen Helfern. Besonders letzteres Problemfeld hat sich auch bis in die dritte Generation des Discovery gehalten. Auch hier gibt es Berichte über streikende Sensoren und falsche Warnmeldungen.

Preislich sind die Modelle trotz hoher Laufleistungen noch auf ordentlichem Niveau. Nur selten findet man ein gutes Modell der zweiten Generation für weniger als 5.000 Euro. Besonders mit voller Ausstattung steigen die Preise gut und gerne auf 12.000 Euro. Ab etwa 15.000 Euro gibt es Modelle der haltbareren dritten Generation.

Bewerten Sie den Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


+ acht = 9

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>