Lotus Comeback-Versuch

Die letzte Produktoffensive des britischen Sportwagenherstellers Lotus erwies sich für den Konzern als katastrophaler Schuss in den Ofen. Viele sahen das Ende der Briten nahen. Doch so leicht ließ sich die Kultmarke nicht unterkriegen. Derzeit befindet sich das Händlernetz wieder im Aufbau. Auch ein neues Auto haben die Briten in petto.

 

Die Kultmarke Lotus hat eine lange Erfolgsgeschichte hinter sich. Vor allem in der Formel 1 haben sich die Briten einen Namen gemacht. Im Laufe der Jahre konnte die Marke 475 Starts im Grand Prix, 80 Rennsiege und sieben Weltmeisterschaften vorweisen. Möglich machte diesen Erfolg die konsequente Leichtbauweise der Lotus-Fahrzeuge und ein erfolgreiches Produktplacement. Unvergessen sind die Filmszenen, in denen James Bond in einem Lotus über die Leinwand düste.

Allerdings hatte sich die Marke etwas zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Mit dem Start einer groß angelegten Produktoffensive vor drei Jahren auf dem Pariser Autosalon wollte Lotus zurück in den Olymp der großen Sportwagenmarken. Milliarden wurden investiert, prominente Entwickler aus anderen Fahrzeugschmieden schlossen sich dem Projekt an. Doch Lotus scheiterte, das malaysische Unternehmen DRB-Hitcom übernahm die angeschlagene Marke.

Doch nun überrascht Lotus mit zahlreichen Ankündigungen, die auf ein Comeback schließen lassen. Auch in Deutschland entstehen derzeit neue Händler. Mit einem Portfolio neuer Fahrzeuge will Lotus zurück auf den Markt. Das ist allerdings derzeit noch überschaubar. Bislang befinden sich nur drei Fahrzeuge im Portfolio. Das Einstiegsmodell ist das Cabrio Elise. Weiter geht es mit dem Lotus Evora und dem Lotus Exige. Doch die Familie Lotus soll bald neue Geschwister bekommen. In weniger als drei Monaten soll der Exige S V6 das Portfolio bereichern. Der Exige S V6 ist die Cabrio-Version des bereits vorhandenen Exige Coupés. Die neuen Fahrzeuge werden im Folgenden genauer vorgestellt.

Mit der neuen Strategie fährt Lotus etwas vorsichtiger als bei der letzten Produktoffensive. Eine gute Entscheidung, wie Lotus-Händler Stephan Carstens findet. Die Ziele der letzten Offensive waren vollkommen überzogen. Nun wolle man nur noch Versprechen machen, die man auch wirklich halten könne.

Lotus Comeback-Versuch
Bewerten Sie den Artikel