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Manipulierte Reifentests: ADAC weist Vorwürfe zurück

Bislang hat der ADAC immer beteuert, dass es bei den Tests für sicherheitsrelevante Teile keine Manipulationen gab. Doch nun droht ein neuer Tiefpunkt. Ein ehemaliger ranghoher Mitarbeiter erhebt schwere Vorwürfe gegen den Automobilclub. Dieser soll bei seinen Reifentests geschummelt haben. Der ADAC streitet alle Vorwürfe ab.

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Sensible Daten im Vorfeld übermittelt

Die Anschuldigungen wiegen schwer.Gegenüber des Fernsehsenders WDR und der Süddeutschen Zeitung behauptete der Informant, dass der ADAC Reifenherstellern, die dem Club nahestehen, im Vorfeld sensible Informationen zu anstehenden Testreihen übermittelt zu haben, darunter Daten zum zu testenden Reifenmodell sowie Testort und -bedingungen. Die Hersteller hatten daraufhin noch genügend Zeit die betreffenden Pneus entsprechend zu überarbeiten. Diese Verbesserungen gingen allerdings nie in Serie.

Reifenhersteller konnten zu keiner Zeit Einfluss nehmen

Ein Sprecher des Automobilclubs wies die Vorwürfe ab. Zu keinem Zeitpunkt hatten die Reifenhersteller einen Einfluss auf den Test. Dass jedoch Informationen zu den Testbedingungen an die Reifenhersteller weitergeleitet würden, sei gängige Praxis. Allerdings zweifeln die Verbraucher angesichts fast täglich neu aufgedeckter Unregelmäßigkeiten zunehmend an der Vertrauenswürdigkeit des ADAC. Der Automobilclub erlebt derzeit eine Austrittswelle. Das enttäuschte Vertrauen kann nun nur noch mit absoluter Transparenz wiederhergestellt werden. Dies soll mittels externer Kontrollen erreicht werden. In der kommenden Woche soll Deloitte, eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, laut Plan die Arbeiten beim ADAC beendet haben. Die Ergebnisse werden dann umgehend vorgelegt.

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