Mazda 5: Schiebe-Van

Mit dem Mazda5 hat der japanische Hersteller bereits 2005 eine Alternative im Van-Segment im eigenen Programm. Bisher hat sich der Kompaktvan entgegen guter Kritiken und ausgezeichneter Verarbeitung noch keine großen Marktanteile sichern können, auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der Japaner allerdings eine gute Alternative zu Opel Zafira und Ford Galaxy.

Mit 4,5 Metern Länge präsentiert sich der Mazda5 als großer Vertreter der Kompaktvans. Das kommt besonders dem Innenraum zu Gute. In den ersten beiden Reihen herrschen sehr angenehme Platzverhältnisse auch für Großgewachsene. Eine dritte Sitzreihe gibt es bei Mazda gegen Aufpreis. Die beiden hinteren Sitze sollten dann auf längeren Strecken maximal für Kinder reserviert werden, da das Raumangebot merklich sinkt. Auch der Kofferraum leidet natürlich unter der steigenden Mitfahrerzahl, bei normaler Auslastung entspricht sein Volumen dem Klassenschnitt. Die Verarbeitung des Innenraums ist einfach, aber gelungen. Ein weiteres praktisches Feature des Mazda5 sind die serienmäßigen Schiebetüren im Fond. So erleichtert man Einsteigen, Beladen und das Finden einer passenden Parklücke in der Stadt.

Im Fahrverhalten zwingt Mazda seine neue sportliche Ausrichtung auch seinem Kompaktvan auf. So wurde dem Mazda5 ein sehr straffes Fahrwerk verpasst, was in Kombination mit der direkten Lenkung auf Landstraßen zwar Spaß verspricht, auf längeren Autobahnetappen oder unebener Fahrbahn sich aber schnell bemerkbar macht. ESP ist zwar Serienausstattung, musste aber im Jahr 2006 überarbeitet werden, als der große Mazda zu starke Lastwechselreaktionen zeigte. In der Mazda-Motorenpalette stehen zwei Diesel und zwei Benziner. Während die Benziner zuverlässig und laufruhig sind, passen die sparsamen Diesel besser zum Mazda als Langstreckenwagen. Die beiden 2-Liter-Diesel mit 110 und 143 PS kommen außerdem besser mit großer Zuladung zurecht und sind serienmäßig mit Partikelfilter ausgestattet. 2008 folgte ein optisches Facelift des Mazda5 und seit 2010 ist eine neue Generation auf dem Markt. Neu ist neben einer Verlängerung des Autos auch die Motorenpalette.

Die Zuverlässigkeit der ersten Generation des Mazda zeigte sich bisher als sehr gut. Einziger Schwachpunkt ist die Hinterachse, wo poröse Gummilager zum Poltern neigen. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt beginnt der Mazda bei 8000 Euro für den Basisbenziner aus dem Jahr 2005. Die beiden großen Diesel- und Benzinmotoren desselben Baujahrs kosten ca. 1000 Euro mehr. Ein Modell mit Baujahr 2007 gibt es bereits ab 10000 Euro.

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