Mehr Power

Die Meinungen, zum Begriff Motortuning, sind ja sehr unterschiedlich. Was versteht man unter Tuning und welche Möglichkeiten, gibt es, dem Motor ein paar zusätzliche PS zu entlocken? Generell bedeutet Motortuning, dass die Leistung des Motors, durch diverse Umbaumaßnahmen erhöht wird. Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, angefangen von der Kennfeldoptimierung, Chiptuning, bishin zum komplett umgebauten Motor. Chiptuning, lohnt sich in der Regel nur bei Dieselfahrzeugen und Turbobenzinmotoren. Durch das elektronische Anheben der Leistungskurve und dem Drehmomentverlauf, können sich die Durchzugs- und Beschleunigungswerte enorm verbessern. Achten sollte man darauf, dass der Motor für die Leistungssteigerung ausgelegt ist, denn auch Motoren, die sich zwar die gleiche Basis teilen, müssen den neuen Belastungen nicht unbedingt stand halten.

Bei so einigen Autoherstellern, teilen sich mehrere Modelle praktisch den gleichen Motor. Beispiel: Zwei unterschiedliche Modellvarianten, teilen sich als Plattform einen 2,2l großen Dieselmotor. Die eine Version leistet 130 PS und die andere 160PS. Soll die der schwächere Motor gechipt werden, ist es wichtig zu schauen, ob die Maschine gegenüber der stärkeren Version, nicht z.B. einen kleineren Ladeluft- oder Ölkühler hat, um Folgeschäden zu vermeiden.

Die beliebteste Art, sein Auto schneller zu machen, ist die Turbo- oder Kompressoraufladung. Sie ist eigentlich auch die effiktivste Lösung, aber auch jenachdem, was an Leistung erziehlt werden soll, relativ teuer. Natürlich ist es auch allein mit einem Turbolader nicht getan, denn der Motor soll ja eine Weile halten und nicht nach der ersten Hatz die Hufe hoch reißen. Damit das nicht passiert, sind zusätzliche Arbeiten am Motor und Antrieb, sowie eventuell am Fahrwerk und der Bremse fällig.

Eine weitere Möglichkeit, auch nicht billig, ist das Klassische Saugmotortuning. Angefangen von der Ansaugbrücke, über die Einspritzanlage, bis hin zur Zylinderkopfbearbeitung, gibt es auf dem Gebiet eine Vielzahl an Maßnahmen, zur Steigerung der Leistung. Scharfe Nockenwellen, Fächerkrümmer, Metallkats, Abgasanlagen und abgedrehte Schwungräder, gehören u.a. zu den beliebtesten und sind von den Kosten her noch am meisten im Rahmen, haben diesen gegenüber jedoch die wenigste PS-Ausbeute. Es kommt halt auch darauf an, was man selber möchte, oft lohnt sich der ganze Aufwand gar nicht, dann ist es meist besser, einfach ein anderes Triebwerk einzubauen. Bei den meisten Autos, geht das ganz gut, weil die Plattform die selbe ist und sich die Motoren nur durch Hubraumgröße, geänderte Fahrwerksteile und die Bremsanlage unterscheiden. Ersatzteile, oder ein Spenderfahrzeug, erleichtern die Sache, bei dieser Arbeit.

Egal ob Turbo, Motor oder Chip, die Umbauten müssen vom TÜV abgenommen und eingetragen werden. Am besten auch der Versicherung bescheid sagen, oft zahlt man nur einen kleinen Aufschlag, für die zusätzlichen Pferde.

Über den Sinn und Unsinn beim Tunen, läßt sich bekanntlicherweise streiten, es ist nicht nur das Motortuning, Fahrwerks- und Karosserietuning, gehören auch mit dazu. Angefangen hat das Tunen, was im Wortsinn Feinabstimmung bedeutet, schon in den 50er Jahren, mit den Hot Rod’s in den USA. Auch bekannt und in der VW-Szene beliebt und teuer, sind die Carlifornia Käfer, die in den 60er und 70er Jahren das Tunen geprägt haben. Der Reiz an Tuningteilen, dem Umbau und der Veredelung, ist es ein individuelles Auto zu fahren, was sich klar von den anderen abhebt.

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