Mercedes A-Klasse: Ausgereifter Minivan

Zum Zeitpunkt ihrer Markteinführung sorgte die A-Klasse vor 14 Jahren für großes Aufsehen. Beim Elchtest fiel der innovative Kleinwagen aus Stuttgart um und verpasste sich so den langjährigen Beinamen „Elch“. Doch Mercedes hat schnell reagiert, ESP nachgerüstet und der A-Klasse so jegliches Risikopotenzial genommen. Mittlerweile hat ist der kleinste Mercedes auch in der Wahl der kantigen Form mit hohem Aufbau nicht mehr alleine und das Segment Kompaktvan bzw. Minivan hat mittlerweile fast jeder Autobauer im Programm.

Während die erste Baureihe (1997-2004) den hohen Qualitätserwartungen an Mercedes nicht gerecht werden konnte, empfiehlt sich der Kauf der Nachfolgegeneration, die seit 2004 auf dem Markt ist. Die zweite Baureihe kombiniert dabei das klassische Design der A-Klasse mit einem dynamischeren Fahrverhalten und einem hochwertigeren Innenraum. Der größte Vorteil des kleinen Mercedes liegt in seinem Platzangebot. Trotz vergleichsweise kleiner Länge von 3,88 Metern finden vier Personen und Gepäck entspannt Platz. Der Fahrer profitiert von der hohen Sitzposition und einer guten Rundumsicht. Doch auch das Kofferraumvolumen der A-Klasse muss sich nicht verstecken. 435 Liter Gepäck finden im normalen Betrieb Platz und die Erweiterungsmöglichkeiten sind groß. So lassen sich die Rücksitze einzeln herausnehmen und auch der Beifahrersitz umklappen und – gegen Aufpreis – auch komplett entfernen. In dieser Minimalausstattung erreicht der kleine Mercedes dann mit 1995 Litern ein Platzangebot nach Van-Standard.

Auch im Bereich der Agilität hat die A-Klasse von der ersten zur zweiten Generation einen deutlichen Sprung gemacht. Die straffe Federung vermittelt einen Eindruck von Sportlichkeit, wird aber auf längeren Strecken schnell ungemütlich. Sehr gut ist besonders die Sicherheitsausstattung im Mercedes. Das serienmäßige ESP wird von allerlei weiteren Sicherheitssystemen unterstützt, was im NCAP-Crashtest zur Höchstwertung von fünf Sternen führt. Motorseitig sind acht Benziner und vier Diesel im Programm. Besonders von den kleinen Basismotoren sollte man aufgrund von schwachem Fahrverhalten absehen. Der A170 ist mit seinen 116 PS aus 1,7 Litern ein guter Kompromiss aus Leistung und Verbrauch. Eine sparsame Alternative für Langstreckenfahrer hat Mercedes mit den CDI-Motoren im Angebot.

Gute Noten gibt es für den Minivan in sämtlichen Prüfberichten und Pannenstatistiken. Problemstellen der aktuellen Generation sind poröse Bremsschläuche und Lackprobleme. Die Preise für die A-Klasse beginnen bei 2000 Euro für die erste und 6400 Euro für die aktuelle Generation. Ein empfohlener A170 aus dem Jahr 2006 kostet ca. 8500 Euro, ein Basisdiesel desselben Baujahrs mindestens 9000 Euro.

Mercedes A-Klasse: Ausgereifter Minivan
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