Mercedes CL: S-Klasse für Selberfahrer

Unter dem Kürzel CL verkauft Mercedes bereits seit 1992 ein Luxuscoupé auf Basis der S-Klasse. Als einziger Unterschied wird das Karosseriedesign zu einem zweitürigen Coupé verändert und die Motorenpalette etwas gekürzt. So war der kleinste Motor der letzten Generation ein 5-Liter-Aggregat mit 306 PS. Trotz des hohen Anspruchs und des dementsprechend teuren Preisniveaus existiert eine große Nachfrage nach dem komfortablen S-Klasse-Ableger aus Stuttgart.

Die CL-Klasse war das erste deutsche Fahrzeug, welches mit einem aktiven Fahrwerk ausgestattet wurde. Dieses ABC-Fahrwerk soll Wank- und Nickbewegungen weitgehend schlucken und so für exzellenten Komfort im Innenraum sorgen. Doch im Vergleich zur S-Klasse fällt besonders der eingeschränkte Komfort im Fond auf. Der kürzere Radstand und die flachere Hecklinie schränken den Kopfraum für Passagiere auf den hinteren Plätzen deutlich ein. In puncto Sicherheitsausstattung ist der Mercedes CL bereits ab Werk mit allerlei technischen Helfern und sinnvollen Extras ausgestattet.

Im Jahr 2006 gab es einen Generationswechsel, mit dem der CL der Entwicklung der S-Klasse nachfolgte. Die aktuelle Version des Luxuscoupés wuchs in alle Dimensionen und bietet eine deutlich überarbeitete Motorenpalette. Das versprochene sportliche Fahrverhalten des CL wird in der Praxis natürlich besonders von den starken Motoren und dem gut einstellbaren Fahrwerk getragen. Allerdings gilt es hier auch mit dem hohen Gewicht von fast zwei Tonnen zu kämpfen. Überraschenderweise unterscheidet sich das Fahrverhalten zwischen dem aktuellen CL-Modell und der S-Klasse kaum noch. In der aktuellen Motorenpalette stehen V8- und V12-Motoren im Angebot. Abgesehen vom Spritverbrauch erfüllen diese Hubraummonster (5,5 bis 6 Liter) natürlich ihre versprochene sportliche Leistung.

Für das hohe Preisniveau erhält man mit der CL-Klasse ein komfortables Coupé mit exzellenter Material- und Verarbeitungsqualität. Im Vergleich zur S-Klasse ist der Aufpreis allerdings nicht gerechtfertigt, da letztere besonders mit dem größeren Platzangebot, Fondtüren und ähnlich sportlichem Fahrverhalten punkten kann. Die Zuverlässigkeit der CL-Modelle entspricht den hohen Ansprüchen an Mercedes. Probleme gibt es nur mit der Bremsanlage, die unter dem hohen Gewicht und der oftmals sportlichen Fahrweise leidet. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt kostet ein Basismodell aus dem Jahr 2003 noch 18 000 Euro. Für ein Modell der aktuellen Generation werden circa 46 000 Euro verlangt. Ein größerer Motor kann dabei einen fünfstelligen Preisunterschied bedeuten.

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