Mercedes G-Klasse: Klassisch durchs Gelände

Die G-Klasse von Mercedes wird seit 1979 optisch fast unverändert produziert. Im Gegensatz zu den populären SUV-Fahrzeugen ist der kantige Geländewagen voll auf den Einsatz in Stock und Stein konzipiert. So wird das G-Modell auch von Bundeswehr, Kommunen und Behörden eingesetzt.

Die resolute Abstimmung auf den Geländeeinsatz entstand aus einer Zusammenarbeit mit dem österreichischen Autobauer Steyr-Daimler-Puch, weshalb viele Modelle auch als Puch G zu finden sind. Heute hat der eigentlich für die militärische Nutzung ausgelegte Geländewagen auch unter Privatpersonen eine große Fangemeinde, weshalb auch die Gebrauchtwagenpreise auf hohem Niveau liegen. Auf dem Weg durch Wälder und Wiesen helfen dem Mercedes drei Sperrdifferentiale, ein Untersetzungsgetriebe und große Bodenfreiheit. So können auch große Kippwinkel und Steigungen dem Geländewagen wenig anhaben.

Das G-Modell ist in drei Karosserieformen erhältlich. Neben einem kurzen Dreitürer und einen längeren Fünftürer ist auch eine Cabrio-Version auf dem Markt. Auch Motorenseitig hat man beim Mercedes die Wahl. Vom kleinen 2-Liter-Motor mit 113 PS bis zum großen V12 mit 6,3 Litern und 444 PS finden sich im Laufe der Jahre und Modelle viele Motoren im Geländewagen. Besonders beliebt sind im G allerdings die Diesel-Motorisierungen. Der Fünfzylinder mit 2,7 Litern und 156 PS stellt hierbei eine effiziente Lösung dar.

Anhand des Designs lassen sich die verschiedenen Modellgenerationen der G-Klasse kaum vergleichen. Technisch hat sich dagegen einiges getan. So haben mit der Zeit ABS, ESP, Airbags und weitere Assistenten den Weg in den klassischen Geländewagen gefunden. Außerdem ist der Geländewagen ein beliebtes Objekt für Leistungs- und Designtuning. Hierbei bietet besonders der hauseigene Tuner AMG eine große Bandbreite an Umbauten. Beliebt ist die G-Klasse auch für seine große Anhängelast.

Nachteile des Mercedes sind natürlich sein hohes Gewicht von bis zu 2,5 Tonnen und der damit verbundene Verbrauch. Außerdem lässt der Fahrkomfort besonders in alten Modellen zu wünschen übrig. Doch aufgrund der Fokussierung und dem Anspruch der Geländegängigkeit ist das der G-Klasse zu verzeihen.

Beim Kauf eines Gebrauchten gilt es natürlich die Gelände-Vergangenheit zu erfragen, da hier das Material natürlich besonders leidet. Dies gilt vor allem bei Wagen, die gewerblich oder militärisch genutzt wurden. Ansonsten gilt die robuste Mercedes-Technik als zuverlässig. Besonders bei älteren Modellen sollte man aber auf Korrosion und Lenkung achten. Ein fünf Jahre alter Einstiegsdiesel kostet gebraucht 25000 Euro. Wer mehr Leistung möchte, der liegt bei der AMG-Version mit 5,5-Liter-Benziner schon bei stolzen 40000 Euro.

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