Mercedes spart Scheinwerferwischer ein

Viele kennen das kleine Detail an den Fahrzeugen von Mercedes, Benz-Fahrer haben es zu schätzen gewusst. Einmal den Hebel für den Scheibenwischer betätigt, sorgte der Wischer nicht nur für freie Sicht durch die Frontscheibe, sondern auch für mehr Helligkeit. Gekoppelt an den Scheibenwischer war nämlich noch ein Extra-Wischer, der die Scheinwerfer reinigte. Dieses kleine Teil soll nun wegfallen.

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Mercedes spart die Scheinwerferwaschanlage ein Foto: © Chris/pixelio.de

 

Bei der Überarbeitung der E-Klasse verzichtete Mercedes auf den Wischer. Dieser sei nun nicht mehr nötig, sagt der Fahrzeughersteller. Der Grund ist, dass der Überarbeitung auch die Xenon-Scheinwerfer zum Opfer fielen. Diese wurden durch LED-Leuchten ersetzt. Bei den Xenon-Scheinwerfern war eine Anlage zur Reinigung vorgeschrieben, denn bei einer Verschmutzung der Streuscheibe konnte der Gegenverkehr geblendet werden. Dies ist bei den neuen LED-Leuchten nicht mehr der Fall.

Mercedes ist derzeit der einzige Hersteller, der die Anlage einspart. Mit diesem Schritt spart der Autobauer nicht nur Kosten durch weniger Material und geringere Komplexität ein. Zudem sinkt durch den Wegfall der Anlage und der Extra-Waschflüssigkeit auch das Gewicht des Fahrzeugs und damit der Verbrauch, wenngleich sich dies wohl nur auf dem Papier bemerkbar machen wird.

Mercedes sieht durch die Einsparung der Anlage kein Problem in der Verkehrssicherheit, doch die ersten Bedenken werden laut. Vor allem bei stark verschmutzten Straßen und Schnee könnte sich die fehlende Waschanlage als problematisch erweisen. Gerade für den Markt im nördlichen Europa dürfte sich dies als Nachteil erweisen, da die skandinavischen Autofahrer dieses Detail zu schätzen gelernt haben und sehr darauf achten, dass es vorhanden ist.

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