Mini: Hoher Preis für Tradition und Sport

Wer einen Kleinwagen mit sportlichem Anspruch und außergewöhnlichem Design sucht sowie einen strapazierfähigen Geldbeutel besitzt, der sollte sich nach einem Mini umsehen. Der Traditionsmarke Mini wurde nach dem Verkauf vom neuen Eigentümer BMW neues Leben eingehaucht worden. Unter Regie des bayrischen Autoherstellers hat der Mini den Spagat zwischen traditionellem Design und moderner Technik gut gemeistert.

In seiner ersten Generation gab es den „neuen“ Mini von 2001 bis 2006 zwar mit ähnlichem Raumkonzept wie seine Vorgänger, in der Länge aber gewachsen. So wurden zwar Kofferraum und Platzangebot im Fond etwas größer, für große Erwachsene reicht der Platz auf den hinteren Sitzen allerdings trotzdem nicht. Auch der Platz im Kofferraum ist begrenzt, lässt sich aber durch Umklappen der Rücksitze vergrößern.

Mit seiner neuen Positionierung als Lifestyle-Auto kamen auch neue Ausführungen des Mini hinzu. So gibt es den Mini seit 2004 auch als Cabrio mit vollautomatischem Stoffverdeck. Grundsätzlich lassen sich die Mini in drei Varianten unterteilen. Der One stellt die Basisausstattung mit kleiner Motorisierung dar, der Cooper kommt mit größerem und durstigerem Motor und der Cooper S ist mit 170 PS der stärkste Kleine. Noch mehr Power gibt es nur mit dem auch ab Werk verfügbaren John Cooper Works-Kit, welches im Vergleich zum Cooper S bis zu 48 zusätzliche Pferdestärken mobilisiert.

Mit dem Generationswechsel 2006 konnte man durch Zusammenarbeit mit Peugeot eine deutliche Verbrauchssenkung der Motorenpalette erreichen. Neu im Programm ist zum Beispiel ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit 90 PS, dessen Normverbrauch bei knapp 4 Litern liegt. Ebenfalls per Turbo leistungsgesteigert wurde der Cooper S, der seit 2006 175 PS leistet. Ebenfalls positiv fallen die direkte Lenkung, das straffe Fahrwerk und die guten Bremsen auf, die den sportlichen Anspruch des Kleinwagens verdeutlichen. Ein größeres Platzangebot gibt es im 2007 vorgestellten Clubman. Der verlängerte Mini mit großer Heckklappe zum einfacheren Beladen fasst zwischen 260 und 930 Liter Gepäck, je nach Stellung der Rückbank.

Lästig wird es beim Mini, wenn es an die Zuverlässigkeit geht. Der Kultwagen hat von der Konzernmutter zwar einen Premium-Anspruch mit auf den Weg bekommen, der allerdings nur selten eingehalten werden kann. Schuld daran ist die wechselnde Verarbeitungsqualität, die in rostenden Abgasanlagen, tropfenden Motoren und Spiel in der Lenkung deutlich wird. Wenn man Pech mit seinem Mini hat, dann können neben dem hohen Anschaffungspreis auch die Pflege und Reparaturen zum erneuten Kostenfaktor werden.

Wer trotzdem einen sportlichen Kleinwagen sucht, der greift ab 14000 Euro zum Cooper S Turbo der neuen Generation. Wer dagegen die hohen Spritpreise scheut, der muss sich mit dem durchzugsschwachen Dieselmodell anfreunden, das ab 12000 Euro auf dem Markt zu finden ist.

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