Mitsubishi Colt: Japanischer Kleinwagen mit deutschen Wurzeln

Der Colt hat bei dem japanischen Autobauer Mitsubishi eine lange Tradition. Bereits seit 1962 verkaufen die Japaner Autos unter dem Namen Colt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Produktname allerdings für den Mitsubishi-Kleinwagen herausgebildet. So gibt es den kleinen Colt seit 2004 bereits in seiner sechsten Generation, die nicht nur optisch einen Wendepunkt darstellt. Das aktuelle Modell basiert technisch auf dem Smart Forfour und bedient sich auch der Motoren-Palette von Daimler.

Von außen sieht man dem Colt den Sprung von der fünften zur sechsten Generation deutlich an. Der Mitsubishi sieht wesentlich europäischer aus und man könnte in ihm auf den ersten Blick auch einen Kompaktvan vermuten. Auch wenn es für einen Van nicht reicht, kann sich das Ladevolumen des Fünftürers mit maximal 1032 Litern doch sehen lassen. Für die Passagiere ist das Platzangebot vorne völlig ausreichend, hinten wird es für Mitfahrer jedoch schnell eng. Im Innenraum dominiert Praktikabilität. Leider bedeutet das auch das Sparen bei den verwendeten Materialien, weshalb Verarbeitung und Anmutung sehr billig wirken.

Im Fahrbetrieb strahlt der Colt vor allem Sicherheit aus. Das Fahrwerk ist ordentlich abgestimmt, die Lenkung ist direkt und einzig die Motoren trüben das Bild. Als Karosserieformen stehen beim Mitsubishi neben dem Drei- und Fünftürer auch ein Cabrio namens CZC und ein verlängertes Plus-Modell im Angebot. Im Zuge einer Modellüberarbeitung im Jahr 2008 verändert der Colt sein Äußeres leicht. Außerdem steigt die Qualität der verarbeiteten Materialien und die Bedienung wird vereinfacht.

Die Motorenpalette des Mitsubishi beginnt beim Basisbenziner mit 1,1 Litern Hubraum. Mit seinen 75 PS wirkt dieser aber im Alltag kraftlos. Dynamischer fährt man mit dem 1,3-Liter-Motor mit 95 PS oder dem 1,5-Liter-Aggregat mit 109 PS. Weiterhin ist in der Sportversion Ralliart ein turboaufgeladener 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS verbaut. Als sparsame Alternative gibt es zwei 1,5-Liter-Selbstzünder mit drei Zylindern, die 68 bzw. 95 PS leisten.

Die aktuelle Colt-Generation ist in Sachen Zuverlässigkeit ein unauffälliger Begleiter. Außer frühzeitig verschlissenen Bremsen finden sich kaum Mängelquellen. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt beginnen die Modelle der sechsten Baureihe bei 4 000 Euro. Mindestens 1 000 Euro Aufpreis muss man für ein Diesel-Modell einplanen, die Cabrio-Version CZC beginnt bei 7 000 Euro.

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