Mitsubishi Pajero: Gelände und Alltag

Als einer der ersten wagte Mitsubishi 1983 den Spagat zwischen Alltagsauto und Offroader. Herausgekommen ist mit dem Pajero ein zuverlässiger und bis heute gefragter Geländewagen. Im Straßeneinsatz haben ihm zwar aktuelle SUV wie M-Klasse oder BMW X5 den Rang abgelaufen, für den Einsatz in Dreck und Schlamm taugt er jedoch wie kaum ein Zweiter. Kritik gibt es für den teuren Unterhalt und die rauen Motoren.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt interessant sind besonders die dritte (von 2000 bis 2006) und vierte Generation (seit 2006). Mit ihnen ist der Komfort spürbar gestiegen und auch die hohe Mängelquote des Pajero lässt mit zunehmender Reife nach. Der Mitsubishi Pajero ist als Drei- oder Fünftürer erhältlich. Mit kurzem Radstand ist der Platz im Fond stark eingeschränkt und das Ladevolumen beträgt maximal 1300 Liter. Im langen Modell sind die Platzverhältnisse deutlich entspannter und ein Kofferraumvolumen von höchstens 1790 Liter steht bereit.

Im Geländeeinsatz wird der Pajero vom serienmäßigen Allrad und den starken Dieselmotoren unterstützt. Seit der vierten Generation ist zusätzlich ein Differentialgetriebe für verbessertes Fortkommen in Stock und Stein an Bord. Trotzdem musste auch der Offroader den Weg der Zeit mitgehen und sich den geänderten Bedürfnissen der Kunden anpassen. So bekam der Mitsubishi eine Einzelradaufhängung und verschiedene Versteifungen verpasst, sodass der Fahrkomfort auf Asphalt deutlich stieg. ABS, ESP und Servolenkung sorgen dabei für ein sicheres und stabiles Vorankommen. Ein weiterer Pluspunkt des Pajero ist die große Zugkraft. Anhänger mit bis zu 3,5 Tonnen Gewicht dürfen die Dieselvarianten ziehen.

Motorenseitig ist der Mitsubishi-Geländewagen entweder mit V6-Benziner oder mit Reihenvierzylinder-Diesel unterwegs. Der Benziner ist zwar dank 3,5 Liter Hubraum (später 3,8) und 203 (250) PS  stark, verbraucht aber zu viel. Besser zu der Pajero-Charakteristik passen die rauen und drehmomentstarken Selbstzünder, die mit 3,2 Liter Hubraum je nach Baujahr 160 bis 200 PS leisten.

Die Zuverlässigkeit des Geländewagens ist stark von seinem Einsatzgebiet abhängig. Weder lange Vollgasfahren auf der Autobahn noch harte Geländeausflüge fördern die Haltbarkeit des Mitsubishi. Ersteres befördert die Schwäche von Turbo, Zylinderkopfdichtung oder Zahnriemen. Letzteres beschleunigt den Gammel an Fahrwerk, Lenkung und Auspuff. Außerdem sind ältere Modelle häufig von Rost an Bremsleitungen und Unterboden befallen.

Als Basisdiesel kostet ein Pajero der dritten Generation zurzeit knapp 8 000 Euro. Die Nachfolgegeneration mit 3,2-Liter-Diesel beginnt bei 16 000 Euro. Teurer sind die seltenen V6-Modelle, für die man mindestens 20 000 Euro investieren muss.

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