Motoren: Trend geht zu Verbrennungsmotoren

Die großen Fahrzeughersteller sind sich einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft weitgehend einig, was die Mobilitätsform der nahen Zukunft betrifft. In ihren Plänen spielen Elektroautos und Hybride nur eine untergeordnete Rolle. Der Studie zufolge, für die die Gesellschaft knapp 200 Top-Manager und Händler aus aller Welt befragt hat, planen drei von vier Herstellern in Europa, Japan und den USA, den Hauptteil ihrer Investitionen in die Entwicklung sparsamerer Verbrennungsmotoren zu stecken.

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Der Trend geht bei den großen Fahrzeugherstellern eher zu sparsameren Verbrennungsmotoren als zu Elektroantrieben Foto: © GM Company

 

Plug-in-Hybride am attraktivsten für Autofahrer

Ein gegenläufiger Trend ist allerdings bei den kleineren Herstellern in Indien, Russland oder China zu beobachten. Ein guter Teil der Autobauer will verstärkt auf die Entwicklung von Hybriden und Elektrofahrzeugen setzen. Nur ein Drittel der Befragten gab an, den Hauptteil des Geldes in herkömmliche Verbrennungsmotoren investieren zu wollen. Am zukunftsträchtigsten und attraktivsten für die Autofahrer schätzen die Autobauer in Zentralasien die Plug-in-Hybride ein, Fahrzeuge, die sowohl mit einem Verbrennungsmotor als auch mit einem Elektromotor ausgerüstet sind. An den Erfolg reiner Elektrofahrzeuge glauben die wenigsten Fahrzeughersteller.

Elektrofahrzeuge genießen kein hohes Ansehen

Ähnlich sieht es in Europa aus. In Deutschland wurden zwar vergangenes Jahr doppelt so viele Elektroautos wie im Vorjahreszeitraum verkauft und die Gesamtverkaufszahlen haben mittlerweile die 10.000er Marke durchbrochen, doch das Kfz-Gewerbe warnt vor einer ungerechtfertigten Euphorie. Auf den Straßen sind immer noch vergleichsweise wenige der umweltfreundlichen Autos unterwegs. Hingegen wurden 2013 fast drei Millionen Fahrzeuge mit einem herkömmlcihen Verbrennungsmotor zugelassen. Das Ansehen der Elektrofahrzeuge ist weiterhin gering, die Autofahrer bleiben angesichts geringer Reichweiten, unzureichender öffentlicher Auflademöglichkeiten sowie einem hohen Kaufpreis für E-Mobile skeptisch.

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