Nissan Almera: Zuverlässigkeit statt Extravaganz

Der Nissan Almera war zwischen 1995 und 2006 der japanische Vertreter in der Golf-Klasse. In dieser Zeit entstanden zwei Serien, die erste wurde zwischen 1995 und 2000 angeboten und die zweite folgte bis 2006. Obwohl sich besonders die zweite Generation nicht als schlechtes Auto präsentierte, überzeugten die Verkaufszahlen in Europa nicht, sodass es zur Einstellung der Serie kam. Bei der Frage nach einem zuverlässigen Gebrauchtwagen lohnt sich der Blick auf den Almera dagegen. Hier gibt es ein ausgereiftes Auto für kleines Geld.

Während seiner gesamten Bauzeit war der Nissan entweder als drei- oder fünftüriger Fließheck oder als Stufenheck erhältlich. Zusätzlich gab es einen Kompaktvan, der unter dem Namen Almera Tino verkauft wurde. In der Optik zeigt sich der Kompaktwagen von Nissan wenig erfinderisch. Statt neuer Formen wählt man ein dezentes Design und setzt auf Praktikabilität. Hiervon bringt der Almera für den Alltag genügend mit. In der ersten Reihe kann man gemütlich und mit ausreichend Platz sitzen, der Kofferraum fasst einkaufstaugliche 355 Liter Gepäck. Knapper ist der Platz dagegen im Fond bemessen. Nimmt man also häufig mehr als eine Person mit, dann sollte man sich die Anschaffung der Minivan-Variante überlegen.

Die Ausstattung des Nissan Almera hat sich von der ersten zur zweiten Generation deutlich verbessert. So erreichte der Kompaktwagen im Crashtest vier Sterne und vier Airbags und ABS an Bord. ESP dagegen war nur in Verbindung mit bestimmten Ausstattungsmodellen erhältlich, hier lohnt sich die Suche nach einem passenden Modell. In der Motorenpalette des Japaners finden sich zwei Benzinmotoren und zwei Dieselaggregate. Im Fall der Selbstzünder könnte es aufgrund fehlender Rußpartikelfilter einen schnellen Stopp in Städten geben, hier ist der 1,8-Liter-Benziner mit 118 PS eine gute Wahl. Wer gerne zügig unterwegs ist, der sollte von der Viergang-Automatik Abstand halten und das Schalten lieber selber übernehmen. Eine gute Langstrecken-Motorisierung ist der starke 2,2-Liter-Diesel mit 136 PS.

In puncto Zuverlässigkeit werden beim Nissan häufig der Innenraum und die Scheibenwischer kritisiert. In den Bereichen Rostanfälligkeit und Technik liegt der Almera dagegen laut Tüv-Report über dem Durchschnitt. Einen soliden Gebrauchtwagen der zweiten Generation findet man ab 2.500 Euro. Ein Schnäppchen sind außerdem die Diesel mit fehlendem Partikelfilter.

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