Nissan Micra: Kulleraugen für die Stadt

Einen typischen Vertreter der Kategorie Stadtauto baut Nissan mit dem Micra seit fast 28 Jahren in der mittlerweile vierten Generation. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist besonders das Vorgängermodell mit kompakten Abmessungen und sparsamen Motoren beliebt. Außerdem gibt es im kleinen Japaner Stauraum und komfortables Fahren. Im Januar dieses Jahres kam die vierte Generation auf den deutschen Markt.

Äußerlich fällt der Nissan Micra besonders durch seine rundlichen Formen auf. Kulleraugen und viele abgerundete Übergänge in im Design sollen besonders eine weibliche Kundschaft ansprechen. Der japanische Kleinwagen ist als Drei- oder Fünftürer erhältlich. Während das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer völlig ausreichend ist, wird es im Fond schnell eng. Besonders für größere Fahrer wird es dann auf den kleinen Sitzen schnell unbequem. Im Kofferraum ist dagegen für den 3,72 Meter langen Wagen genügend Platz vorhanden. Je nach Stellung der hinteren Sitzbank lassen sich 250 bis 1000 Liter im Micra verstauen.

Im Fahrverhalten überzeugt der Nissan besonders durch gute Übersichtlichkeit. Unebenheiten werden sanft ausgeglichen und auch längere Fahrten sind dank komfortabler Federung kein Problem. Ein Sportler ist der Japaner dagegen auf keinen Fall. Im Grenzbereich reagiert der Kleinwagen zwar sicher untersteuernd, für schnelle Kurvenfahrten ist das Fahrwerk aber zu weich.

Die Auswahl an Motoren ist für einen Kleinwagen erstaunlich groß. Benzinmotoren sind mit 1,2, 1,4 und 1,6 Liter Hubraum erhältlich, ein Diesel mit 1,5 Litern Hubraum vervollständigt das Angebot. Letzterer ist mit 65 bis 86 PS eine sparsame und durchzugsstarke Alternative zu den Benzinern. Die kleinen Benzinmotoren mit 1,2-Liter-Hubraum wirken dagegen kraftlos, hier empfiehlt sich mindestens zum 1,4-Liter-Aggregat mit 88 PS zu greifen.

In puncto Zuverlässigkeit gilt wie so oft das Motto: Je jünger, desto haltbarer. Besonders die späteren Baujahre präsentieren sich als ausgereifte Fahrzeuge. Problemstellen bleiben allerdings defekte Beleuchtungsanlagen und undichte Motoren. Außerdem ist die Klimaanlage störanfällig und die Basismotoren haben eine sehr kurzlebige Steuerkette. Hier sollte beim Gebrauchtwagenkauf auf jeden Fall auf einen Wechsel vor 80 000 Kilometern Laufleistung geachtet werden.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind bereits Modelle für unter 3 000 Euro zu finden. Die Investition in ein neueres Baujahr und eine stärkere Motorisierung ist jedoch sinnvoll. So kostet zum Beispiel ein Micra aus dem Jahr 2006 mit 1,4-Liter-Benziner knapp 6 000 Euro. Ein Diesel-Modell desselben Baujahres gibt es dagegen schon für 5 000 Euro.

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