Nissan Murano Cabriolet – ein SUV Cabrio?

Auf der LA Auto Show 2010 stellte Nissan ein ganz besonderes Cabriolet vor. Der Nissan Murano CrossCabriolet ist das weltweit erste 4×4-Crossover Cabriolet welches den Fahrspaß unter freiem Himmel bietet. Klar! Ein Conceptfahrzeug haben sich wohl damals alle gedacht! Doch Nissan machte Ernst! Einige Monate später rollte dieses Cabriolet in die Showräume der US-Nissan Händler, denn auf den europäischen Markt kamen diese Fahrzeuge nie. Man wollte das Cabrio neu definieren, großzüige Platzverhältnisse gepaart mit viel Komfort, Federweg und einem großzügigem Kofferraum. Nun, dafür bekan man dann auch eine eigenwillige Optik, aber man kann nicht alles haben. Haben würde ich gerne den 3,5 Liter V6 Benziner der dort unter der Motorhaube seinen Dienst verrichtet und ein Cabriolet mit Allradantrieb finde ich auch schon heiß. Nice dürfte die Sitzposition sein, denn im Nissan Murano sitzt man leicht erhöht und thront somit über der Straße.

© Nissan 2012

Wenn man das Cabriolet mit dem normalen Nissan Murano vergleicht sieht man eine flacher ansteigende Windschutzscheibe, eine fehlende B-Säule und der eigentliche 4-Türer musste auf 2 Türen verzichten. Der Einstieg soll trotzdem leicht von statten gehen. Wie bei fast jedem Cabrio üblich wurden die beiden A-Säulen und natürlich die Karosserie verstärkt, um die für Komfort und Stabilität erforderliche Steifigkeit zu erhöhen. Zwei Überrollbügel fahren im Fall eines Überschlages automatisch aus und sorgen somit für zusätzliche Sicherheit. Nissan spielt in der Premium-Klasse mit, der offene Murano verfügt über ein vollautomatisches Stoffverdeck, welches sich kompakt in den Kofferraum zusammenfaltet. Zwei Koffer? Zwei Golftaschen? Kein Problem für den ungewöhnlichen Lademeister. Nun, wie oben schon angedeutet: Dieses Fahrzeug ist nur für die USA bestimmt, in Deutschland wird man von dem CrossOverCabrio (COC?) nicht viele Modelle sehen. Der Motor wäre vermutlich für unsere Verhältnisse auch etwas zu teuer im Unterhalt. Ansonsten finde ich es schön zu sehen, dass Hersteller sich auch mal Abseits der Norm bewegen und ein „Macht man doch nicht!“ – nicht gelten lassen. 265 PS und ein Drehmoment von 336 Nm versprechen sportliche Werte, wenn ich da nicht ein Gewicht von knapp 2 Tonnen gegen stellen würde. In Deutschland habe ich so ein Fahrzeug noch nicht gesehen, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass sich dieses Modell auch gut vor den Kindergärten und den Reitställen der Nation machen würde.

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