Nissan Murano: Eine SUV-Alternative?

Der Nissan Murano war als trendiger SUV eigentlich für den amerikanischen Markt konzipiert. Als jedoch auch europäische Käufer den Lifestyle-Wagen für sich entdeckten, begann Nissan auch den Import nach Europa. So war der seit 2003 hergestellte Softroader ein Jahr später auch auf dem deutschen Markt zu kaufen. 2008 folgte ein Facelift und eine neue Generation, seit 2010 ist der SUV endgültig auf dem deutschen Markt angekommen, da man nun eine Dieselmotorisierung im Angebot hat.

Statt eines Nachbaus der bekannten SUV setzt Nissan mit dem Murano auf ein eigenständiges Design mit unverwechselbaren Elementen. Dies verschafft dem japanischen Geländewagen einen Vorteil im Vergleich zu den sich ähnelnden Konkurrenzmodellen dieser Klasse. Für verschiedene Elemente des SUV bediente man sich der Nissan-eigenen Modellpalette und integrierte zum Beispiel Teile des Roadsters 350Z. So schafft der Wagen ein edles Ambiente im Innenraum und glänzt zudem mit einer üppigen Serienausstattung. Im Vergleich mit Mitbewerbern sind Extras wie Rückfahrkamera, Tempomat, Navigationssystem oder Klimaautomatik bereits ab Werk verbaut. In diesem Punkt muss man beim Kauf eines Gebrauchten also wenig beachten, man kann immer auf eine gute Ausstattung zurückgreifen.

Der hohe Aufbau eines Geländewagens ist natürlich auch beim Nissan-SUV im Fahrverhalten spürbar. So quittiert er schnelle Kurvenfahren mit merkbarem Wanken. Dafür profitiert man natürlich in den Punkten Übersicht und Platzangebot von der Höhe des Wagens. So bietet der Murano viel Platz für die Insassen, beim Gepäck liegt er mit 438 Litern hinter der Klassenkonkurrenz. Im Gegensatz zu einem Geländewagen ist der Nissan mit Einzelradaufhängung ausgestattet, was die Geländeeigenschaften einschränkt, gleichzeitig aber den Komfort auf der Straße verbessert. Bei schlechten Straßenverhältnissen hat der Murano jedoch in jeder Ausführung einen Allradantrieb im Angebot, der sich bei Bedarf zu einem 50:50-System zuschalten lässt.

Als Motor für den SUV entschied man sich bei Nissan für den 3,5-Liter-V6 aus dem Roadster 350Z. Im Gegensatz zum amerikanischen Modell musste man zwar die Leistung an die europäischen Abgasnormen anpassen, es bleiben jedoch trotzdem noch 234 PS übrig. So reicht die Kraft des V6 in jeder erdenklichen Situation aus, die Sportlichkeit des Roadsters überträgt sich aufgrund des höheren Gewichts jedoch nicht. Seit 2010 ist zusätzlich zum Sechszylinder-Benziner ein 2,5-Liter-Dieselmotor mit 190 PS im Angebot, der eine interessante Alternative mit niedrigerem Verbrauch darstellt.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt es frühe Modelle des Murano ab etwa 10.000 Euro. Ein Neuwagen kostet im Vergleich etwas mehr als 40.000 Euro, einen soliden gebrauchten mit fünfstelliger Laufleistung gibt es für die Hälfte.

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