Nissan Pathfinder: Flexibel in jeder Lage

Mit einer großen Bandbreite von Geländewagen und SUV ist Nissan auf dem deutschen Markt aufgestellt. Neben den SUV Qasqai und Murano steht auch ein Geländewagen namens X-Trail im Aufgebot der Japaner. Der Nissan Pathfinder hebt sich dagegen aus der Masse der halben Geländewagen schon allein aufgrund seiner Optik. Ein bulliges Äußeres verspricht Fortkommen unabhängig vom Untergrund.

Seit 2004 ist mit dem intern R51 genannten Wagen ein neues Modell des Pathfinder auf dem Markt. Im Zuge des Modellwechsels wurde das Design modernisiert, eine gewisse Ausrichtung auf den amerikanischen Markt kann man bei dem Anblick des wuchtigen Nissan jedoch weiterhin erkennen.  Der Innenraum bietet so viel Platz, wie sich von außen bereits erahnen lässt. In drei Sitzreihen können sieben Passagiere bequem und mit viel Beinfreiheit untergebracht werden. In dieser Einstellung bleiben allerdings nur noch mickrige 190 Liter Ladevolumen im Kofferraum übrig. Belässt man es dagegen bei fünf Personen und klappt die letzte Sitzreihe ein, dann werden 515 Liter Stauraum im Heck frei. Muss noch mehr transportiert werden, dann können mit dem Pathfinder bis zu drei Tonnen in Form eines Anhängers angekoppelt werden.

Im Gegensatz zu Lifestyle-SUV sollte man vom Nissan kein agiles Fahrverhalten erwarten. Unter der Verkleidung steckt beim Pathfinder nämlich noch ein echter Geländewagen mit Leiterrahmen, Allradantrieb, Geländeuntersetzung, viel Bodenfreiheit und einem Leergewicht von knapp 2,3 Tonnen. Auch beim Fahrwerk mussten für den Straßeneinsatz Kompromisse eingegangen werden, denn auf Asphalt wird es für Insassen schnell ruppig. So nimmt der Nissan Autobahnetappen zwar gelassen, ein sportliches Ansprechen sollte man von dem Geländewagen allerdings nicht erwarten.

Als Benziner kommt im Nissan ein vergrößerter V6 des 350Z zum Einsatz, der im Pathfinder 269 PS aus vier Litern leistet. Mit ihm muss man sich auf hohe Verbrauchswerte einstellen, muss sich allerdings um Leistung keine Sorgen machen. Auf dem europäischen Markt steht im Nissan-Programm zusätzlich ein Vierzylinder-Diesel mit 174 PS. Der 2,5-Liter-Common-Rail-Diesel überzeugt mit Laufruhe, ist allerdings erst seit 2007 mit Partikelfilter ausgerüstet.

In puncto Zuverlässigkeit gibt es im Fall des Nissan-Geländewagens so viel Licht wie Schatten. Während Fahrwerk und Abgasanlage so gut wie keine Probleme machen, machen häufige Probleme mit Bremsen und Karosserie Pathfinder-Fahrern das Leben unnötig schwer.

In der aktuellen Generation beginnt der Nissan bei 12 000 Euro für ein Modell mit Diesel-Motorisierung. Der starke Sechszylinder-Benziner kostet knapp 5 000 Euro mehr.

Nissan Pathfinder: Flexibel in jeder Lage
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